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10 Toptipps für Videoaufnahmen

1. Auf die Lichtverhältnisse achten

Versuchen Sie nicht, gegen helles Licht wie ein Fenster oder die Sonne zu filmen. Dadurch zeichnet sich ihr Motiv nur als Silhouette ab – wenn Sie allerdings genau diesen Effekt erzielen wollen, ist dagegen nichts einzuwenden. Unter schlechten Lichtverhältnissen wird das Digitalvideo verrauscht. Versuchen Sie deshalb, so oft wie möglich bei Tageslicht zu filmen. Vermeiden Sie stark kontrastierendes Licht auf Ihrem Motiv, da sich dadurch Schatten ergeben. Wenn Sie allerdings einen atmosphärischen „Film Noir“-Effekt wünschen, ist das in Ordnung.

2. „Drittelregel“ für Filmaufnahmen anwenden

Mit der „Drittelregel“ erzielen Sie bessere Videofilmergebnisse. Unterteilen Sie Ihr Sucherbild horizontal und vertikal in drei gleiche Abschnitte. Ihr Motiv sollte sich in der Nähe des Schnittpunkts der Linien befinden. Sie haben dadurch vier Möglichkeiten: oben links, oben rechts, unten links und unten rechts.



3. Nicht zu viel zoomen

Ein übereifriger Finger am Zoomschalter kann ein gutes Video ruinieren. Oft funktioniert der Zoom zu schnell, um das Bild genau zu erfassen, und der Autofokus wird oft damit nicht fertig. Vermeiden Sie nach Möglichkeit ganz, während der Aufnahme zu zoomen. Es ist besser, bei einer Brennweite zu filmen, vor dem Heran- oder Herauszoomen anzuhalten und dann weiter aufzunehmen (siehe unten).



4. Dem Video Anfang, Mitte und Ende geben

Ein gutes Video hat einen klaren Anfang, eine Handlung in der Mitte und ein eindeutiges Ende. Wie auch beim Schreiben einer Geschichte ist dies beim Filmen wichtig. Überlegen Sie sich, was Sie wollen, erkunden Sie die Drehorte, schreiben Sie ein Skript und entwerfen Sie ein Storyboard. Ziehen Sie erst dann zum Filmen los.

5. Wackeln mit der Kamera vermeiden

Ein verwackeltes Video ist unweigerlich ein schlechtes Video, selbst wenn es derzeit einen Trend gibt, dies als Effekt in Dokusoaps zu nutzen, um diesen den Anschein von Realität zu geben. Es ist sehr schwer, eine Kamera von Hand ganz ruhig zu halten. Deshalb empfiehlt es sich, ein stabiles Stativ zu verwenden. Ein weiterer Grund für verwackelte Aufnahmen ist sehr starker Zoom – je weiter Sie heranzoomen, desto schwieriger wird es, die Kamera ruhig zu bewegen.



6. Verschiedene Kameraperspektiven ausprobieren

Damit Ihr Film interessanter wird, versuchen Sie, aus ungewöhnlichen Perspektiven zu filmen, z. B. von oben, oder filmen Sie nur einzelne Körperteile, z. B. die Füße während des Gehens oder die Augen. Verschiedene Kameraperspektiven können auch die Handlung unterstützen. Eine Aufnahme von unten kann einer Person den Anschein von Macht geben.



7. Abwechslung ist die Würze des Lebens

Um die Aufmerksamkeit des Publikums zu fesseln, verwenden Sie Reaktionsaufnahmen und Zwischenschnitte. Wenn Sie also z. B. jemanden filmen, der spricht, filmen Sie auch die Reaktion des Gesprächspartners auf das Gesagte. Verwenden Sie auch die subjektive Kamera, um dem Publikum zu zeigen, was der Darsteller sieht.



8. In Szene setzen

Wenn Sie sich irgendein Stück Film ansehen, erhalten Sie in den ersten paar Sekunden eine enorme Menge an Informationen zum Wann, Wo und Was. Das Warum und Wie müssen Sie jedoch selbst herausfinden.



9. Alles kurz und bündig halten

Bei überlangen Aufnahmen kann leicht die Aufmerksamkeit des Publikums verloren gehen. Einzelne Filmaufnahmen sollten am besten etwa 5 Sekunden lang sein. In Werbefilmen sind Clips oft nicht einmal eine Sekunde lang. Bei Schulprojekten sollte das gesamte Video am besten maximal eine Minute lang sein.

10. Spannung des Publikums aufrechterhalten

Versuchen Sie, durch einen Rahmen aus Möbeln oder einem Gebäudeteil zu filmen. Suchen Sie nach interessanten Reflexionen Ihres Darstellers. Versuchen Sie so zu filmen, dass der Sprecher im Off ist und man zuerst die Reaktion einer anderen Person sieht. All dies erhält das Interesse Ihres Publikums: es rät, was als Nächstes passiert.



Autor: David Baugh. © David Baugh 2003. Mit freundlicher Genehmigung von David Baugh

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