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Kommunikation im InternetSkeptiker behaupten immer noch, der elektronische Briefverkehr am PC habe zu einer gewissen Orthografiemüdikeit geführt. Die Enthusiasten und Freunde des ungehemmten Mailings halten dagegen und unterstreichen gerade die beiläufige Erziehung zur Rechtschreibung und Grammatik, zum Alphabet und seinem Regelwerk. Auf alle Fälle hat sich die Qualität des Schreibens durch Computer-Briefe und E-Mails erheblich verändert. E-MailIm Gegensatz zum Brief lässt sich durch E-Mails die Kommunikation ganz erheblich effektivieren bzw. beschleunigen. Mitteilungen kommen fast zeitgleich beim Empfänger an und zwar unabhängig davon, wie groß die räumliche Distanz der Kommunikationspartner ist. Für viele ist es auch einfacher, ein paar Zeilen einzutippen und von zu Hause oder dem Büro zu mailen, als lange handschriftliche Briefe zu verfassen. So sind E-Mails meist kürzer als die traditionellen Briefe, dafür ist die Frequenz des kommunikativen Austausches unter Umständen um ein vielfaches höher.
Wie beim Chatten wird auch beim Mailen gerne auf die sogenannten Emoticons oder Smilies zurückgegriffen, um Gefühle wie Ironie, Freude, Trauer usw. auszudrücken.
E-Mail bietet neben der "one to one Kommunikation" aber auch die Möglichkeit, eine größere Anzahl von Menschen zu erreichen und zwar mittels Mailinglisten. Mailinglisten sind moderierte oder unmoderierte öffentliche Diskussionsforen. Sie verteilen alle eingehenden E-Mails an alle Listenbezieher, so dass jeder alle an die Mailingliste eingesandten Nachrichten lesen und wenn gewünscht auch darauf reagieren kann. Mailinglisten eröffnen die Möglichkeit, sich sehr gezielt zu informieren, sich mit Gleichgesinnten auf der ganzen Welt auszutauschen oder Diskussionen zu führen. Mittlerweile gibt es eine unüberschaubare Anzahl von Mailinglisten zu allen nur denkbaren Themen .
Newsletter sind Informationsdienste von Firmen oder Organisationen, die an alle Abonnenten auf diese Weise Informationen verschicken können. Die Kommunikation läuft in diesem Fall "einseitig" vom Anbieter zum Bezieher.
Viele Webseiten bieten diesen Dienst beispielsweise an, um über aktuelle Änderungen zu informieren.
Auch für den Unterricht lässt sich Kommunikation mittels E-Mail hervorragend einsetzen. Zur Informationsbeschaffung kann unter Umständen neben der Recherche im Web auch die Teilnahme an einer Mailingliste zum Thema sinnvoll sein.
Besonders für den Fremdsprachenunterricht bieten E-Mail Kontakte zu Schulen im Ausland viele interessante Möglichkeiten. ChattenEine bei Jugendlichen beliebte Form der schriftlichen Kommunikation im Internet ist das Chatten.
Chatten war ursprünglich mittels spezieller Clients (Programme) über den Internet Relay Chat (IRC) des Internets möglich. Mittlerweile gibt es aber auch eine Vielzahl von webbasierten Chats (mithilfe eines normalen Browsers wie Netscape) die sich gerade unter Jugendlichen aufgrund der einfacheren Bedienung einer hoher Aktzeptanz erfreuen.
Beim Chatten kommunizieren mittels geschriebenem Text zwei oder mehrere Personen direkt miteinander. Die Nutzer und Nutzerinnen dieser Dienste treffen sich auf öffentlichen oder privaten Channels. In der Regel wird hierbei anonym kommuniziert, da sich die einzelnen Teilnehmer, bevor sie sich zum Chatten einloggen, einen Spitznamen geben. Die Gesprächspartner kennen also nur das Pseudonym, unter dem man am Chat teilnimmt. Dieser Dienst des Internets wird meist von einem jungen Publikum als Medium zum Plaudern und Flirten genutzt.
In Chat-Channels hat sich eine besondere Sprache etabliert, die u. a. aus Abkürzungen (Acronyms) und sogenannten Emoticons (Emotion Icons) besteht. Emoticons werden auch als Smilies bezeichnet. Für Uneingeweihte können Chats völlig unverständlich wirken, weil diese Codes von erfahrenen Chattern und Chatterinnen bisweilen sehr häufig benutzt werden. Diese "Chatcodes" dienen dazu, nonverbale Kommunikationinhalte wie Mimik, Gestik, Körperhaltung etc. im Text zu transportieren. Sie drücken Stimmungen, Gefühle, aber auch Ironie und alles das aus, was mit normaler Textstruktur nur schwer zu vermitteln ist. Einige Beispiele für AbkürzungenBTW | By the way (Nebenbei bemerkt). | CU | Typisch englischer Slang. Bedeutet "See you (Bis bald)". | THX | thanx (danke). | LOL | Laughing out loud (laut loslachen). | ROTFL | Rolling on the floor laughing (Lachend auf dem Boden kugeln). |
Beispiele für Smilies (Kopf nach links legen, dann werden die "Gesichter" deutlich!):o) | Lachen, angelacht werden. | ;o) | nicht ganz ernst gemeint, ironisch. | :-( | enttäuscht, traurig, sauer. | ((Name)) | Umarmungen. |
In der SchuleFür das Chatten im Unterricht sind verschiedene Einsatzmöglichkeiten denkbar: So kann das Chatten im Unterricht auch ansonsten "schreibfaule" Schüler und Schülerinnen zum Schreiben motivieren. Denkbar ist auch, Chatten als motivierende Übung zum Schreibmaschineschreiben einzusetzen.
Eine weitere Einsatzmöglichkeit bietet das Chatten - ähnlich wie E-Mail - sicherlich im Fremdsprachenunterricht, da es auf diese Weise möglich ist, praktisch in Echtzeit mit Partnerklassen auf der ganzen Welt zu kommunizieren.
Außerdem können Schüler und Schülerinnen mittels Chat Onlinekonferenzen mit anderen Schulen abhalten, um Projekte oder ähnliche Aktivitäten zu koordinieren. Weiterführende LiteraturHolger Morawietz: Schreiben fürs Internet
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