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Förderung von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund (Gutachten).Autoren: Gogolin, Ingrid / Neumann, Ursula / Roth, Hans-Joachim Erschienen: Bonn, 2003 Quelle: Bund-Länder-Kommission für Bildungsplanung und Forschungsförderung (Hrsg.): Heft 107. http://www.ingrid-gogolin.de. |
Abstract Im Jahr 2003 gab die Bund-Länder-Kommission (BLK) ein Gutachten in Auftrag, das ein Förderprogramm für Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund vorbereitete. Die hier veröffentlichten Auszüge beschäftigen sich einerseits mit den Voraussetzungen, die an deutschen Schulen für die Gestaltung einer solchen Initiative gegeben sind. Andererseits werden die spezifischen Sozialisationsbedingungen berücksichtigt, die Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund in den Bildungsprozess einbringen. Wie aus internationalen Schulleistungsvergleichsstudien (PISA und IGLU) hervorgeht, sind Schülerinnen und Schüler aus Migrantenfamilien im deutschen Bildungssystem noch immer strukturell benachteiligt. Gravierende Leistungsunterschiede zwischen Kindern mit und ohne Migrationshintergrund entstehen dabei erst in der Sekundarstufe. Entsprechende Förderprogramme dürfen daher nicht auf die Vorschule beschränkt bleiben, sondern sollten eine Schülerkarriere kontinuierlich begleiten. Neben den sprachlichen Anforderungen müssen auch die kulturellen Lebenslagen, z.B. religiöse Bindungen und das Aufwachsen in "transnationalen communities" berücksichtigt werden. |
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Gogolin, Ingrid Prof. Dr. Ingrid Gogolin (* 1950) studierte zunächst für das Lehramt (Deutsch als Fremdsprache und Englisch) und danach im Diplomstudiengang Erziehungswissenschaft an der Universität Hamburg. Sie promovierte 1987 und habilitierte sich 1991 mit der Schrift: "Der monolinguale Habitus der multilingualen Schule". Seit 1994 ist sie Mitglied des Vorstands der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaft, deren Vorsitz sie zwischen 1998-2002 führte. Ihre Forschungsschwerpunkte sind die erziehungswissenschaftliche Migrationsforschung, interkulturelle Bildung, Mehrsprachigkeit und international vergleichende Bildungsforschung.
Veröffentlichungen: "Linguistic and Cultural Diversity in Europe: a challenge for educational research and practice" (2002), "Migration, gesellschaftliche Differenzierung und Bildung. Resultate des Forschungsschwerpunktprogramms FABER" (hrsg. 2000), "Man schreibt, wie man spricht". Ergebnisse einer international und interkulturell vergleichenden Fallstudie über Unterricht in vielsprachigen Klassen. (hrsg. 2000)
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Neumann, Ursula Prof. Dr. Ursula Neumann (* 1949) war von 1999 bis 2002 Ausländerbeauftragte des Senats der Freien und Hansestadt Hamburg. Sie lehrt am Institut für International und Interkulturell Vergleichende Erziehungswissenschaft der Universität Hamburg.
Veröffentlichungen: "Die Bedeutung von schulischer Bildung für Flüchtlingskinder" (1995), "Wir begegnen uns einfach nicht... Kooperation zwischen eingewanderten Eltern und deutschen Lehrern" (1992), "Kultur- und Sprachenvielfalt in Europa" (1991)
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Roth, Hans-Joachim Hans-Joachim Roth (* 1959) promovierte 1989 zum Dr. phil. und habilitierte sich 2000 an der Universität Köln. 2003 wurde er auf die Professur für "International und interkulturell vergleichende Erziehungswissenschaft, Schwerpunkt Grundschule" am Fachbereich Erziehungswissenschaft der Universität Hamburg berufen. Forschungsschwerpunkte sind u.a. die Theorie interkultureller Pädagogik, interkulturelle Didaktik und Deutsch als Zweitsprache.
Veröffentlichungen: "Multikulturalität in der Diskussion. Neuere Beiträge zu einem umstrittenen Konzept" (2002), "Fachdidaktik interkulturell. Ein Handbuch"(2000), "Narzißmus. Selbstwerdung zwischen Destruktion und Produktivität" (1990)
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