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Medienpädagogische LeitgedankenDer Leitgedanke emanzipatorischer medienpädagogischer Radioarbeit ist, Kindern ein mediales Sprachrohr möglichst unzensiert und direkt anzubieten. Die Stimme, mit der die jungen Radiomacherinnen und -macher sprechen, ist dabei in doppeltem Sinn zu verstehen. Erstens ist sie ein Instrument spezifisch-menschlicher Kommunikation, zweitens ist sie als Äußerung einer bestimmten gesellschaftlichen Gruppe gemeint, die ihre Ideen, Visionen, ihr kritisches Konfliktpotential sowie viele Anliegen und Befindlichkeiten über die Grenzen der Schulwelt in den Äther bringt.
Medienkompetenz - im Sinne einer Bewusstwerdung über die Hintergründe der Medienkommunikation und einer handlungsorientierten Mediennutzung - erwerben die beteiligten Schülerinnen und Schüler fast nebenbei.
Die folgenden Seiten bieten einen Einblick in die Radioarbeit von Kindern- und Jugendlichen in Österreich.
Selbstverständlich kann meiner Recherche auch etwas entgangen sein. Sollten Sie aktuelle Radiosendungen oder Projekte hier vermissen, so nehmen Sie bitte Kontakt mit mir auf: Christian Berger, media wien - medienpädagogik, ber-lbw@m13.magwien.gv.at . 
Radio ist machbar!Akustische Medien sind sowohl bei Kindern im Vorschulalter als auch bei Älteren von Interesse. Sind es bei jüngeren Kindern die Lieder, Geschichten und Hörspiele auf MC oder CD (ein entsprechendes Angebot ist im österreichischen Radio leider nicht wahrnehmbar), so wird mit zunehmendem Alter das Radio als Hauptquelle für Hits konsumiert. Für die meisten Jugendlichen ab 12 erscheint es fast lebenswichtig, die "richtigen" CDs zu kennen, zu besitzen und zu hören.
Grund genug das Medium und seine Möglichkeiten näher kennen zu lernen und Radioarbeit in der Schule anzuregen.
Medienarbeit in Schulen und Bildungseinrichtungen ist zwar immer wieder Thema in der veröffentlichten Meinung und im Kreise von Fachleuten – die aktive Medienarbeit ist aber – zumindest im Schulbereich – eher die Ausnahme. Dabei sind die gesetzlichen Voraussetzungen, um Medien als Artikulationsmittel im Unterricht einzusetzen, in Österreich nicht schlecht.
Sowohl der Lehrplan als auch ein eigener Erlass des Bundesministeriums für Bildung, Wissenschaft und Kunst (bm:bwk) bieten ausreichend Anregungen und auch die rechtlichen Grundlagen. Institutionelle Unterstützung durch verschiedenste Einrichtungen im schulischen und ausserschulischen Bereich soll bei der Planung und Umsetzung helfen. Dafür gibt es sowohl technische Ausstattung – teils an den Schulen selbst, teils im Verleihweg – als auch – leider viel zu geringe - personelle Ressourcen. Und so begann esBis 1997 gab es in Österreich das Rundfunkmonopol. Was Radio kann, welche Sendungen es gibt - kurzum was Radio ist, wurde ausschließlich vom öffentlich rechtlichen Rundfunk (ORF) bestimmt. Aus medienpädagogischer Sicht gab es damit zwar für Kinder und Jugendliche die Möglichkeit sich mit Sendungen des ORF auseinanderzusetzen, die Chance eigene Sendungen zu produzieren war gering und sie On Air zu bringen eigentlich gleich null. Erst 1975 finden sich vereinzelt Gruppen, die sich mit der Produktion von Radiosendungen auseinandersetzten. Und eine nennenswerte Entwicklung in diesem Bereich ist erst nach der Aufhebung des Rundfunkmonopols vor allem durch die Aktivitäten der freien, nicht-kommerziellen Sender in Österreich zu verzeichnen. Der Ruf nach mehr Medienkompetenz ist zwar sehr breit, der Weg zur Praxis sehr schmal. Bis dato hat der öffentlich rechtliche Rundfunk (ORF) seine im UKW Bereich befindlichen Frequenzen nur kurzfristig und lokal für die Sendungen von Schülerinnen und Schülern geöffnet. Eine Nische auf einer Mittelwellenfrequenz (siehe "Radio 1476") soll die Forderungen nach Sendezeit abdecken. Im Sektor der kommerziellen Radiostationen sind mit Ausnahme von „Radio Osttirol“ im Jahr 2003 keine Sendemöglichkeiten für Produktionen von Kindern und Jugendlichen bekannt. Ausschließlich die im Verband Freier Radios (VFRÖ) organisierten, nicht kommerziell orientierten Radiostationen stellen seit Sendestart auf den lokalen Frequenzen Sendezeit im UKW Bereich, teilweise sogar zur Primetime zur Verfügung. Einige Meilensteine in der Entwicklung sind in der Chronik zu finden.
Autor: Christian Berger, media wien
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