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Reden halten
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Vorbereitung der Rede
Wer sind die Zuhörer?
Als Redner sind Sie immer auch ein gutes Stück weit als "Psychologe" gefordert. Geben Sie sich daher vor der Ausarbeitung der Rede genaue Rechenschaft über Ihren Zuhörerkreis. Sprechen Sie vor Eltern, Schülern, einem Fachpublikum oder der Familie. Darüber hinaus werden Sie auf Alter, Geschlecht, Gruppenzugehörigkeit und mögliche Meinungsführer in Ihrem Zuhörerkreis Rücksicht nehmen.
Zustimmung und Widerstand
Widerstände auf Ihre Rede sollten Sie immer einkalkulieren und als einen ganz normalen Vorgang betrachten. Versetzen Sie sich vor der Rede schon einmal in die Rolle der Skeptiker und Nörgler. Sie sind dann gut vorbereitet und halten kritischen Rückfragen besser stand. Gehen Sie mit Zustimmung und Applaus souverän um. Sie sollten sich darin öffentlich nicht allzu lange sonnen. Diese Bescheidenheit honoriert Ihnen das Publikum auch später und bei anderer Gelegenheit noch.
Zu klären ist vorab: | Worüber soll gesprochen werden?
|  | Zu welchem Ziel oder Einsicht sollen Zuhörer geführt werden?
|  | Wie muss ich das Thema behandeln, um dies zu erreichen? |
Die SQRRR- Methode (nach Hans Jung) kann helfen:
S (=Survey):
Verschaffen Sie sich ein Überblick über das zu behandelnde Thema!
Q (Question)
Stellen Sie die Fragen: Worüber ist zu sprechen, was ist das Ziel, wie ist es zu erreichen?
R (Read)
Lesen und prüfen Sie die verfügbaren Quellen.
R (Recite)
Überprüfen Sie die einzelnen Redeabschnitte. Dabei können die W-Fragen helfen: Wer, Was, Womit, Wie und Wann?
R (Review)
Nachprüfung und Schlusskontrolle
Die Sammlung des Redestoffes
Es gibt auch hier kein Patentrezept. Sie nützen aber Ihrer geplanten Rede und Ihrem Auftritt ganz erheblich, wenn Sie möglichst lange das Thema in Ihrem Inneren bewegen und damit umgehen. Verkrampfen Sie sich nicht in einen Einzelaspekt, sondern gestatten Sie sich zunächst eine umfassende Stoffsammlung, bei der Sie erst später eine Auswahl treffen. Zitate aus Literatur, Wissenschaft und Religion können "trefflich" sein, wenn diese geflügelten Worte wie beiläufig eingesetzt werden. Zur Sammlung des Stoffes können dienlich sein:  | Artikel und Hinweise aus Zeitungen
|  | Aktuelle Beispiele aus dem Alltag der Zuhörerinnen und Zuhörer
|  | Ein ganz privater Zettelkasten
|  | Hinweise aus weiteren Massenmedien |
Klassischer Redeaufbau 
Die klassische Rhetorik unterscheidet folgende Phasen zur Vorbereitung und Durchführung der Rede:
1. Inventio:
Es betrifft das Finden und Zusammentragen der Gedanken und Überlegungen, die zum gewählten Thema passen. Neumodisch gesprochen, handelt es sich um ein erstes Brainstorming, ein Zusammentragen von Einfällen, die der folgenden Ausarbeitung dienlich sein können.
Die Grundfragen:  | Wer?
|  | Was?
|  | Wo?
|  | Womit?
|  | Warum?
|  | Wie?
|  | Wann? |
sind zu klären.
2. Dispositio
In der Dispositio (Gliederung) wird die Auswahl aus den gefundenen Gedanken Materialien (Inventio) getroffen. Dabei wird der Redner zwischen drei Präsentationsformen wählen:  | docere: das heißt, der Redner wird oder kann belehren und belehrend argumentieren;
|  | delectare: das heißt, der Redner wird oder kann das Publikum erfreuen und die Affekte durch die Schönheit der Rede und Argumente ansprechen;
|  | movere: das heißt: der Redner wird oder kann sein Publikum anrühren oder erschüttern, um es seinen Argumenten gewogen zu machen. |
3. Conclusio
Die Schlussfolgerung und erneute Wendung an das Publikum. HandoutsWeiter zu:Sprechübungen
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