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Grundlagen zum Scannen und Drucken
Studenten der Medientechnologie müssen mit Bildern arbeiten: sie im Seitenlayout für Ausdrucke oder Webseiten handhaben und sie als Teil von Grafiken manipulieren. Digitale Technologie bietet eine Vielzahl von Softwareprozessen für jede denkbare Anforderung. Dieser kurze Artikel befasst sich mit den beiden wichtigsten – Scannen und Drucken – und bietet einige einfache Richtlinien. ScannerDer Preis von Scannern ist in den letzten Jahren drastisch gefallen. Es ist jetzt möglich, für weniger als 200 € einen Scanner zu erwerben, mit dem Studenten Bilder in akzeptabler Qualität für die Webseitenerstellung und die Druckproduktion einscannen können. Jeder Scanner sollte mit passender Software ausgestattet sein (für das Scannen und die Bildbearbeitung; besser ausgestattete Pakete enthalten eventuell eine Version von Photoshop LE, kostengünstige Einführung in die Freuden der Arbeit mit Industriestandardsoftware).
Einfache Merkregeln:  | Entscheiden Sie, wo das Bild erscheinen soll – auf einer Webseite oder in einem Druckerzeugnis.
|  | Scannen Sie das Bild in dem Format, in dem es im fertigen Produkt erscheinen soll. |
Damit Sie anhand dieser Regeln arbeiten können, müssen Sie einiges über die Bildauflösung wissen. Bitmaps und dpiFotos sind „Bitmaps“ – aus Zeilen und Spalten mit Pixeln (Bildelementen), die jeweils als eine Farbschattierung dargestellt werden können. Je mehr Daten die Datei enthält, desto größer ist die Bitmap und desto detaillierter ist das endgültige Bild. Bitmaps werden von Scannern und Digitalkameras erzeugt (eine Zeichnung oder Grafik, die gescannt wird, ergibt ebenfalls eine Bitmap). Computersoftware gibt die Bildauflösung sowohl als Pixelmatrix (z. B. 537 x 756) als auch in ppi (pixels per inch = Pixel pro Zoll) an. Ein Computermonitor stellt Bilder bei 72 ppi (Mac) bzw. 96 ppi (PC) dar. Die Auflösung eines Monitors wird auch in dpi (dots per inch = Punkte pro Zoll) angegeben. Wenn das endgültige Bild nur auf dem Monitor angezeigt werden soll, können Sie „72 dpi“ in der Scannersoftware auswählen.
Wenn Sie das Bild jedoch drucken wollen, wird es verwirrend. Sie haben vielleicht einen Drucker, dessen Auflösung mit „600 dpi“ oder sogar „1440 dpi“ angegeben wird. Die Bezeichnung „dpi“ wird jedoch bei Scannern und Druckern unterschiedlich verwendet. Ein Drucker stellt ein einziges Pixel eventuell mit mehreren Punkten dar. Die meisten Tintenstrahl- und Laserdrucker erzielen eine maximale „Bildauflösung“, die 150 ppi/dpi entspricht. Diesen Wert würden Sie also in der Scannersoftware auswählen. Wenn Ihr Druckerzeugnis an eine Druckerei mit einem Belichter gehen soll, erhöhen Sie die Auflösung auf 220 dpi. Es gibt nur zwei Gründe, warum Sie mit mehr als 220 dpi scannen sollten. Erstens, wenn Sie das Original vergrößern wollen. Wenn Sie ein Foto im Format 10x15 cm haben und es auf 20x30 cm vergrößern wollen, verdoppeln Sie die Auflösung auf 300 dpi. Sie sollten auch 300 dpi auswählen, wenn Sie Text oder Liniengrafik scannen (wählen Sie „Liniengrafik“ oder „line art“ statt „Foto“ für Text und Diagramme aus). BildgrößeWenn mit einer zu großen Auflösung gescannt wird, entstehen sehr große Datendateien von einem Megabyte oder mehr. Diese müssen oft verkleinert werden, damit sie in Veröffentlichungen passen. Die höhere Auflösung ist also überflüssig, wenn sie nicht ausgedruckt oder auf dem Monitor angezeigt werden kann. (Sie machen sich auch unbeliebt, wenn das Herunterladen einer Webseite durch ein zu großes Bild sehr lange dauert.)
Sobald das Bild gescannt und in Photoshop oder einem ähnlichen Programm angezeigt wird, sollten Sie die Bildgröße in Zoll oder Zentimetern überprüfen können. Sie können das Bild hier immer noch herunterskalieren. Aktivieren Sie jedoch das Kästchen „Bild neu berechnen mit“. Wenn diese Option ausgewählt ist, wird das gesamte Bild reorganisiert und die Bilddetails werden entsprechend verringert. Aktivieren Sie diese Option nur, wenn Sie das Bild erneut einlesen müssen (siehe unten). Skalieren Sie ein Bild nie „hoch“ – das Ergebnis wird „pixelig“, da Sie nur die Größe jedes Pixels erhöhen und keine Details hinzufügen. Wenn Sie vergrößern müssen, scannen Sie das Bild mit einer höheren Auflösung ein. Bild bearbeitenWenn Photoshop verfügbar ist und Ihre Scannersoftware ein Photoshop-Plug-in hat, führen Sie die Scans direkt aus Photoshop mit der TWAIN-Importfunktion aus. Dadurch erscheint das gescannte Bild in einem offenen Photoshop-Fenster. Wenn Sie ein Originalfoto scannen, können Sie wahrscheinlich die Standardeinstellungen der Scannersoftware verwenden. Wenn das Foto über- oder unterbelichtet ist, können Sie diese Einstellungen ändern. Es ist jedoch wahrscheinlich einfacher, das gescannte Bild in Photoshop zu bearbeiten.
Photoshop ist ein sehr anspruchsvolles Programm. Einige häufig genutzte Tricks können Ihnen jedoch die Arbeit mit Photoshop erleichtern. Versuchen Sie zuerst Folgendes: Wählen Sie im Menü „Bild“ die Option „Einstellungen“ und dann „Auto-Tonwertkorrektur“ aus. Dadurch wird die Verteilung von dunklen und hellen Punkten im Bild „standardisiert“. Wenn das Bild dadurch nicht verbessert wird, machen Sie die Aktion rückgängig, und versuchen Sie es mit „Variationen.“ Dadurch erhalten Sie eine Reihe von Möglichkeiten. Alternativ dazu können Sie zuerst im Menü „Filter“ die Option „Unscharf maskieren“ auswählen. Dadurch sollte in der Regel das Bild schärfer und kontrastreicher werden. Wenn Sie sich besser auskennen, können Sie die Stufen manuell mit den Schiebereglern anpassen.
Wenn das Originalbild bereits in einem Buch oder einer Zeitschrift als Halbtonbild gedruckt ist, gibt es zwei Probleme. Erstens unterliegt das Bild dem Urheberrecht und sollte nicht ohne Genehmigung veröffentlicht werden. Und zweitens ergibt sich beim Scannen wahrscheinlich ein unerfreulicher Konflikt zwischen der von Ihnen verwendeten Pixelmatrix und der Matrix, die beim Drucken des Bilds als Halbtonraster verwendet wurde (bei genauem Hinsehen ist die Punktanordnung erkennbar). Das dadurch entstehende Moiré-Muster kann über dem Bild ein hässliches Pixelgitter erzeugen. Ihre Scannersoftware bietet eventuell eine Einstellung, mit der dies umgangen werden kann (suchen Sie nach einer Option „Moiré entfernen“ oder „Rasterung entfernen“). Wenn es keine derartige Einstellung gibt, können Sie folgende Lösungsschritte verwenden. Scannen Sie das Bild mit einer hohen Auflösung. Wählen Sie in Photoshop im Menü „Filter“ die Option „Weichzeichnen“ aus. Dadurch sollten die Kanten des „pixeligen“ Musters weicher werden. Öffnen Sie jetzt das Menü „Bild“ („Bildgröße“) und verringern Sie die Auflösung auf normale Werte (150 dpi). Wählen Sie dabei „Bild neu berechnen mit“ aus. Das sich ergebende Bild kann im Menü „Filter“ „scharfgezeichnet“ werden und sollte jetzt für die Monitoranzeige oder den Ausdruck akzeptabler sein. DruckenWenn Ihr Bild direkt im WWW veröffentlicht wird, müssen Sie es als JPEG-Datei (für Fotos) oder als GIF-Datei (für Liniendiagramme oder Grafiken) speichern. Dies sind verlustbehaftete Dateiformate – sie komprimieren die Bilddaten und einige Details gehen verloren. Ihr Bildeditor sollte Ihnen eine Reihe von Kompressionsoptionen bieten. Da Webbilder bereits einigermaßen klein sind, sollten Sie sie nicht zu stark komprimieren: 20-50 KB für ein Foto ist akzeptabel.
Bilder, die gedruckt werden sollen, sollten als TIFF-Datei gespeichert werden (achten Sie darauf, sie passend zu Ihrem Computersystem für Mac oder PC zu speichern). Das Monitorbild ist nicht notwendigerweise ein guter Anhaltspunkt, wie das Bild auf Papier gedruckt aussehen wird. Einige Drucker erzeugen hellere oder dunklere Ausdrucke als die Bildschirmdarstellung. Die beste Übereinstimmung zwischen Bildschirm und Drucker kann nur durch Herumprobieren erreicht werden. Farbdruck müsste eigentlich in einem eigenen Artikel behandelt werden. Aber als grundlegende Richtlinie gilt: Sie können mit Farbprofilen auf dem Monitor experimentieren und Anpassungen an der Druckersoftware vornehmen, um eine gute Übereinstimmung zu erzielen. Wichtiger ist die Frage der ausgewählten Druckauflösung.
Moderne Tintenstrahldrucker bieten Auflösungen von 1440 dpi und höher. Beachten Sie, dass ein Bild mit hoher Auflösung nur sehr langsam gedruckt wird und sehr viel Tinte verbraucht: ein Medienfachbereich kann dies aus Zeit- und Kostengründen wahrscheinlich nicht regelmäßig erlauben. 360 dpi ist ausreichend für Text und die meisten Bilder, die bei DTP-Übungen usw. verwendet werden (einige Tintenstrahldrucker haben eine Einstellung „Fein/Foto“, mit der die Qualität auf 360 dpi verbessert wird). Ein hochwertiges Bild (d. h. ein Originalfoto mit sehr kleinen Details) könnte mit 720 dpi gedruckt werden. Höhere Auflösungen sind jedoch nur für Ausstellungsdrucke auf Fotopapier gerechtfertigt. Weitere InformationenWenn Sie mehr herausfinden wollen, lesen Sie die Handbücher für Photoshop und die jeweiligen Drucker. Firmen wie Epson bieten gute Ratschläge für die Nutzung Ihrer Scanner und Drucker (viele davon online). Focal Press veröffentlicht einen Ratgeber für Photoshop und es gibt zahlreiche weitere Ratgeber unterschiedlicher Qualität in den Computerläden. Viel Glück!
Autor: Roy Stafford. © Roy Stafford 2001. Mit freundlicher Genehmigung von MediaEd.
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