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emco: deutsch >Know-how >Sprechen und Schreiben >Zeitung machen >Würzung 2 >

Würzung 2

Natürlich ist auch lockeres Drauflos-Schreiben möglich. Vor allem sollte keine wie immer geartete Initiative oder Arbeitswut der Kids gebremst werden. Aber eine Strukturierung der Arbeit macht sicher Sinn und ist dem Ergebnis meist förderlich.

Als ganz brauchbar erweist sich zunächst die Gliederung des Inhaltes jedes einzelnen Artikels/Beitrags. Schon dabei gilt es zu beachten, welche Informationen alle nötig sind, damit auch Nichteingeweihte beim Lesen des Artikels wissen, worum es geht. Das gilt vor allem für schul-/klasseninterne Themen, Berichte, ... wo zwar alle Autorinnen/Autoren dabei waren und daher auch die nicht geschriebenen Informationen im Kopf haben. Aber auch die, die nicht beim Schulfest, dem Ausflug, der Sportwoche usw. dabei waren, wollen sich nach der Lektüre des Beitrags auskennen.

Auf die 5 Ws achten: Wer? Wann? Was? Wo? Warum?
Sobald es ans Verfassen der Texte geht (egal ob handschriftlich oder am Computer getippt), mag folgender Grundsatz hilfreich sein: Für die Rohfassung sind Fehler zweitrangig. Der Gedanken- und Schreibfluss sollte nicht gehemmt werden von der Angst Fehler zu machen. Ein einmal oder gar ständig durch Achten auf Fehler gehemmter Schreibfluss kommt kaum mehr in Gang. Lieber eine tolle Geschichte auch mit spannenden, abwechslungsreichen Formulierungen als ein auf Korrektheit bedachter Text, bei dessen Verfassen die Kids sich darauf beschränken, Wörter zu verwenden, von denen sie ausgehen, dass sie sie ja auch nicht falsch schreiben.
Sind die Rohfassungen fertig, können vielleicht zunächst Schülerinnen/Schüler-Gruppen jeweils Texte anderer "gegenlesen". Wichtiger noch als die Korrektur von Rechtschreib- und Grammatikfehlern sowie die von Formulierungen ist die des Inhalts - der Text muss für Leserinnen/Leser nachvollziehbar und stimmig sein.
Anmerkung/Titel/Überschrift: Auch Zeitungsprofis arbeiten da ganz unterschiedlich. Die einen können ihren Text, für den sie alle Informationen schon im Kopf und in Notizen haben gar nicht beginnen, bevor sie nicht die optimale Überschrift gefunden haben. Andere verfassen erst den Artikel und denken anschließend erst über den Titel nach. Und dritten fällt er mittendrin beim Schreiben ein. Da gibt's einfach keine Faustregel. Jedoch eine gute Kochregel ist schon zu empfehlen: So ein Titel sollte zum Lesen des darunter stehenden Textes einladen oder "verführen".

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