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Autor: Schorb, Bernd.
Titel: Rosige Zeiten für neugierige Kinder. Die neue Mediengeneration.
Quelle: Markus Schächter (Hrsg.): Reiche Kindheit aus zweiter Hand? Medienkinder zwischen Fernsehen und Internet. München 2001. S. 1-17.
Verlag: kopaed verlagsgmbh.
Mit freundlicher Genehmigung des Verlages.
Bernd Schorb.
Rosige Zeiten für neugierige Kinder. Die neue Mediengeneration
Eine neue Mediengeneration, ein neuer Umgang mit Medien, neue Konstellationen in unseren Familien, neue Probleme für unsere Familien? Auf solche Fragen gibt Eckard Henscheid eine anschauliche Antwort: „Früher war alles anders. Wenn der Vater am Nachmittag von seinem Dienst nach Hause kam, dann war es früher eine Freude für alle. Für die Kinder war es eine besonders große Freude. Er hatte ein Ohr für die Erlebnisse der Kleinen und konnte noch zuhören. Schnell kletterten sie auf den Schoß des Vaters und erzählten, was sie erlebt hatten. Das Gesicht der Kinder strahlte, wenn sie ihm alles berichten konnten, denn da gab es noch keinen Fernseher.
Der Vater herzte die Kleinen und sagte: der Vater hat euch auch was mitgebracht. Die Mutter freute sich über das Glück und legte rasch ihren Kopf an die Wange des Mannes und der Kinder, nachdem sie aus der Küche gekommen war. Es war eine große Freude bei den Eheleuten und bei den Kindern über das tägliche gesellige Beisammensein.
Und heute? Wie aber ist es heute? Heute ist alles anders. Das Fernsehen hat die Freude geraubt und alles Glück zerstört. Wenn der Vater heute nach Hause kommt, dann schaltet er schnell den Apparat ein, denn dann wird hineingeschaut. Er setzt sich gemütlich in den Sessel. Wenn die Kinder aus dem Garten kommen und wollen ihre Erlebnisse des Tages erzählen, dann empfängt der Vater sie nicht mehr mit dem freundlichen Gruß der früheren Zeit. Sondern ein zischelndes „Pst! Pst!“ ertönt. Stille nehmen die Kinder in dem Zimmer Platz und schauen gleichfalls auf das Fernsehen schon am Nachmittag. Die Mutter kommt aus der Küche und hat das Nachtmahl fertig gemacht. Sie bringt es auch gleich mit. Das Mahl wird eingenommen. Aber nicht mehr wie früher bei fröhlicher Unterhaltung und guter Zwischenmenschlichkeit.
Nämlich: Der Vater setzt sich so, dass er den Blick bestmöglich auf den Fernsehkasten richten kann. Die Mutter will jetzt berichten, was sie erlebt hat. Ungeduldig herrscht sie aber der Vater an: Schweig doch endlich still, Mutter, was dort gezeigt und gegeben wird, ist viel interessanter als dein Erlebnis!...“1
Diese Satire über das Fernsehen und seine Folgen hat Eckhard Henscheid Anfang der achtziger Jahre geschrieben. Sie enthält, wenn man sie sich genauer ansieht, das Hauptargument, das sich um die Medien und ihre Wirkungen auf das alltägliche Leben rankt: Das Leben der Menschen hat sich durch die Medien, insbesondere das Fernsehen, radikal verändert.
Die Darstellung ist zugleich richtig und falsch. Richtig ist, dass die Medien wichtiger bis bestimmender Bestandteil des Alltags sind. Falsch ist die Annahme, sie nähmen dem Alltag etwas weg, weil sie heute Alltag sind bzw. heutiger Alltag Medienalltag ist. So wie in unseren Gemeinden die Ausrufer oder Geschichtenerzähler unwiederbringlich durch Medien ersetzt wurden, so sind auch in unseren Wohnungen Medien integraler Bestandteil der Alltagswelt wie der -kultur. Mit dieser Kultur sind natürlich auch Rituale des Umgangs in Familien verschwunden, der Kaffeeklatsch beispielsweise, den wir jetzt dafür als eigene Fernsehsendung präsentiert bekommen, ebenso wie Freizeitbeschäftigungen, zum Beispiel das ,Aus-dem-Fenster-Sehen’, das bis weit in die sechziger Jahre statistisch die wichtigste Freizeitbeschäftigung war.2 Die Formen familiärer Kommunikation haben sich verändert, aber nicht die Grundbedeutung der Familie - wenngleich unter Familie nicht mehr nur die durch Heirat sanktionierte Verbindung zweier Menschen zu verstehen ist.
Die Familie ist trotz und mit den Medien weiterhin die wichtigste Bezugsgröße für Heranwachsende, der Ort, an dem Kinder Normen, Werte, Haltungen und Wissen vermittelt bekommen. Ein medienfreier Ort aber ist auch die Familie nicht. Medien vom laufenden Radiogerät über Stereoanlage, Telefon, Fernsehapparat bis hin zum Computer bestimmen das Interieur unserer Wohnungen. Die heutige Elterngeneration ist bereits eine Mediengeneration. Das Fernsehen war auch für sie schon die wichtigste Freizeitbeschäftigung. Lebensrhythmus, Einstellungen und Verhaltensweisen sind medial geprägt. Im Umgang mit den Medien und bei der Weitergabe von Wissen, besonders jedoch von Orientierungen liegt eines der Hauptprobleme heutiger Familien. Sie verlieren, so konstatiert die Familienforschung, die Fähigkeit, Möglichkeit und Sicherheit, den familiären Alltag zu meistern. Die Hauptursachen der Probleme von Eltern werden im Verlust verbindlicher gesellschaftlicher Normen und Werte gesehen. Der durchgängige gesellschaftliche Pluralismus, gerade auch im Bereich des Ethisch-Moralischen, macht es Erziehenden schwer, klare allgemein anerkannte Orientierungen auszumachen, die sie an ihre Kinder weitergeben können. Eng verbunden mit der Irritation durch den gesellschaftlichen Wertepluralismus ist das Empfinden der Eltern, der Vielzahl an Bereichen, innerhalb derer sie Erziehungsarbeit leisten sollen, und den damit verbundenen Anforderungen nicht gewachsen zu sein.
Eine zentrale Rolle spielt hier die Medienerziehung. Einerseits haben die Erziehenden Schwierigkeiten, den Fernsehkonsum ihrer Kinder zeitlich und inhaltlich zu regulieren, und andererseits wird ihnen - auch über die Medien - vermittelt, die intensive Beschäftigung mit den neuen Bildschirmmedien, dem Computer und dem Internet, sichere die Zukunft ihrer Kinder. Neben diesen dauerhaften Problemen müssen Eltern noch aktuelle Belastungen meistern. Diese sind nicht zuletzt durch die Entwicklung der Informations- und Kommunikationstechnik bestimmt, eine Entwicklung, die einhergeht mit hoher struktureller Arbeitslosigkeit, dem Verlust traditioneller Arbeitsplätze und dem Verschwinden sicherer Arbeitsverhältnisse. In den Familien schlägt sich dies nieder als Angst um die materielle Absicherung und als Zwang zur Berufstätigkeit beider Elternteile bzw. bei Alleinerziehenden als Zwang, Beruf und Kindererziehung miteinander in Einklang zu bringen. Die Schwierigkeit der Erziehenden, alle die genannten und weitere Belastungen zu beherrschen, wird außer durch die gesellschaftlichen Bedingungen auch noch dadurch erhöht, dass traditionelle Systeme der Orientierung wie Kirche, Parteien, Dorfgemeinschaften u.ä. verschwunden sind. Orientierungen werden heute weitestgehend durch die Medien vermittelt, sind aber wiederum so heterogen, pluralistisch und beliebig, dass sie bei der Bewältigung der Leistungen, die von der Familie verlangt werden, keine Hilfestellung geben können.
51% der Heranwachsenden ab 12 Jahren verfügen derzeit über einen eigenen Computer - ungefähr ebenso viele Heranwachsende verfügen derzeit auch über einen eigenen Fernsehapparat -, und 33% dürfen den Rechner zu Hause mit nutzen3. Dass nur 24% von ihnen ein eigenes ,Handy’ besitzen, 15% eines mit nutzen, aber 61% noch kein Mobiltelefon haben, mag für denjenigen, der sich durch das penetrante Gepiepse der Telefone und belanglose, aber laute Gequatsche ihrer Besitzer gestört fühlt, Hinweis auf eine noch düsterere Zukunft sein.
Und wie steht es um das andere neue Medium, das als die Zukunft gepriesene Internet? 40% der Jugendlichen zwischen 12 und 16 Jahren nutzen bereits das Internet. Wozu nutzen sie es? Die wichtigste Nutzung ist und bleibt die ungezielte: „Einfaches Herumsurfen“ ist immerhin für 77% der Jugendlichen das, was sie am ehesten im Netz tun. Des Weiteren geht es um E-Mails-Verschicken und Chatten, also miteinander ratschen und quatschen. 43% suchen „Infos für die Schule“, was viele Lehrer mit Wohlwollen, aber auch mit Sorge betrachten, denn in der Zwischenzeit findet man ja bereits ganze Aufsätze, Klassenarbeiten und Ähnliches im Netz. Zu den folgenden beiden Nutzungsformen nimmt die Konsumindustrie eine ambivalente Haltung ein. Einerseits freut sie sich darüber, dass 30% der Jugendlichen „Infos für die Freizeit suchen“, andererseits sind ihnen die 29%, die „Programme, Software downloaden“, und die 26%, die „Musik, Videos downloaden“, nicht geheuer, wenn sie nicht selbst bereits für das Downloaden in die Taschen der Jugendlichen greifen, also ein Entgelt verlangen können.
Wichtig an diesen Ergebnissen ist, dass wir an ihnen sehen, dass das Internet von der untersuchten Altersgruppe der 12- bis 16-Jährigen keineswegs zum Radiohören oder, was partiell auch schon möglich ist, zum Fernsehen genutzt wird, dass sich also die Medien von ihrer Funktion her auch bei den Jugendlichen separieren und (noch) nicht, wie viele behaupten, ineinander fließen.
Diese Tendenz, dass sich die Heranwachsenden mit den Medien und zugleich ,ihre’ Medien um sich herum arrangieren, bestätigt sich auch für die nächst jüngere Altersgruppe, die 6- bis 13-Jährigen. Betrachten wir zuerst wieder das heute zentrale Medium, den Rechner, so nutzen nach den Zahlen der KIM (Kindermedienstudie)4 die Hälfte (51%) der 6- bis 13-Jährigen mindestens einmal im Monat den Rechner, also ebenso viele wie bei den 12- bis 16-Jährigen. Aber nur 16% von ihnen nutzen ihn bereits täglich. Klare Unterschiede zeigen sich dabei außerdem zwischen Mädchen und Jungen und zwischen Jugendlichen im Osten und Westen dieses Landes. 45% der Mädchen und 47% der Westjugendlichen stehen in der Nutzung 57% der Jungen und 67% der Ostjugendlichen gegenüber. Was nun machen die Kinder am und mit dem Computer?
Das, was man ihnen gerne unterstellt, nämlich im Internet zu surfen, realisiert nur eine geringe Zahl der Kinder. Die Internetnutzung insgesamt schlägt bei den Computertätigkeiten im Osten mit 8%, im Westen mit 14% und insgesamt mit 13% zu Buche. Damit stehen diese Tätigkeiten auf den hinteren Rängen der Computeraktivitäten von Kindern. Nur für den Zugang zum Internet wird der Computer im Westen mehr als im Osten genutzt. Ansonsten gebrauchen die Jugendlichen im Osten den Computer intensiver, an erster Stelle zum „Alleinespielen“ mit 58%, an zweiter Stelle zum „Spielen mit anderen“ (48%), aber schon auf dem dritten Platz folgt das „Lernen“ mit 40%. Da auch in der Folge von den Kindern lauter ,sinnvolle’, von Erwachsenen mit Wohlwollen betrachtete Tätigkeiten genannt werden, nämlich „zeichnen“ (30%), „rechnen“ (26%), „CD-ROMS benutzen“ - was immer das sein mag - ebenfalls mit 26% und „Texte schreiben“ mit 20%, sind diese Daten mit ein wenig Skepsis zu betrachten.
Welchen Anteil hat die Computernutzung an den Freizeittätigkeiten der Kinder? Auf die Frage nach ihren liebsten Freizeittätigkeiten nennen nur 9% „am Computer sitzen“, dabei 15% im Osten und 12% der Jungen gegen 7% im Westen und 6% der Mädchen. Die beliebtesten Tätigkeiten der Kinder sind „sich mit Freunden treffen“ (42%), „fernsehen“ (37%), „spielen“ (35%), „Sport treiben“ (18%), „sich mit einem Tier beschäftigen“ (15%) und „Musik hören“ (11%). Auf den ersten Blick vermittelt diese Statistik den Anschein, dass die Kinder nichtmediale Tätigkeiten den medialen vorziehen. Aber Vorsicht, die erstgenannte Tätigkeit, „sich mit Freunden treffen“, verweist zwar auf die große Bedeutung des Freundeskreises für Kinder dieses Alters, ist aber kein Beleg dafür, dass die Medien hintenan stehen. Mit Freunden hört man Musik, mit Freunden geht man ins Kino, mit Freunden sieht man fern, mit Freunden spielt man am Computer. Lediglich die Tätigkeiten „Sport treiben“ und „sich mit einem Tier beschäftigen“ kann man wohl nicht am Computer realisieren.
Die wichtigste mediale Tätigkeit für alle Altersgruppen ist das Fernsehen, unbeschadet aller Unkenrufe über dessen Verschwinden, Aufgehen im Internet o.Ä. Fernsehen ist darüber hinaus eine Tätigkeit, die einen Großteil der Freizeit der Menschen jeden Alters verschlingt. Hier lohnt es sich, die Nutzungsdaten der kleinsten untersuchten ZuschauerInnen, der 3- bis 13-Jährigen zu betrachten.5
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Sehdauer in Min |
Seher in % |
Verweildauer in Min |
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Kinder 3-13 Jahre |
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Gesamt |
97 |
61 |
153 |
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Mit eigenem Fernsehgerät |
124 |
66 |
181 |
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Mädchen 3-13 Jahre |
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Gesamt |
96 |
60 |
154 |
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Mit eigenem Fernsehgerät |
123 |
65 |
183 |
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Jungen 3-13 Jahre |
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Gesamt |
97 |
62 |
152 |
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Mit eigenem Fernsehgerät |
125 |
68 |
179 |
Wir sehen hierbei drei wichtige Dinge. Erstens können wir feststellen, dass bundesdeutsche Kinder im Durchschnitt mehr als 1 1/2 Stunden pro Tag fernsehen (Sehdauer: Nutzungsdauer quer über alle Kinder gerechnet). Zweitens fällt auf, dass die Verweildauer vor dem Fernsehapparat (Nutzungsdauer der fernsehenden Kinder) bedeutend höher ist: 2 1/4 Stunden halten sich die Kinder vor dem Fernsehapparat auf. Zum Dritten wird deutlich, dass fernsehende Kinder mit einem eigenen Fernsehapparat täglich fast 1/2 Stunde länger fernsehen bzw. sich 2 3/4 Stunden vor dem laufenden Fernsehgerät aufhalten. Dabei ist seit Jahren ein auffälliger Unterschied zwischen Ost und West zu beobachten. Die 1,2 Millionen Ostkinder im Alter zwischen 3 und 13 Jahren sehen durchschnittlich 25 Minuten länger am Tag fern als die 4,3 Millionen Westkinder, nämlich 117 zu 92 Minuten.
Und welche Sender sehen die Kinder am liebsten? In erster Linie die privaten Fernsehanbieter. Bundesweit an erster Stelle lag bei Kindern zwischen 6 und 13 Jahren 19996 RTL mit 23% der Nennungen, gefolgt von Super RTL und dem Kinderkanal mit jeweils 20% und Pro Sieben mit 13%. Allerdings unterscheiden sich auch hier West- und Ostkinder. Den zweiten Platz im Osten nimmt mit 26% Super RTL ein, der Kinderkanal erreicht hier nur 16% und liegt noch hinter Pro Sieben mit 17% an vierter Stelle. Im Westen dagegen liegt der Kinderkanal mit 21% klar auf dem zweiten Rang vor Super RTL mit 18% und Pro Sieben mit 12%.
Und wenn man sich schließlich noch die beliebtesten Genres ansieht, so hat sich ebenso wie bei der Nutzung in den letzten Jahren nicht viel geändert. Die Zeichentrickserien rangieren an erster Stelle, gefolgt von Serien wie Gute Zeiten, schlechte Zeiten und speziellen Kindersendungen.
Unterm Strich: Die Statistiken werfen ein Schlaglicht darauf, dass Kinder das Fernsehen von allen Medien an die erste Stelle setzen und es regelmäßig nutzen, trotz immer neuer Medien, die auf den Markt kommen. Die neuen Medien verdrängen also nicht unbedingt die alten, aber sie zehren am Freizeitbudget der nichtmedialen Tätigkeiten, was heißt, dass die Zeit, die für die Nutzung neuer Medien gebraucht wird, bei anderen nichtmedialen Tätigkeiten abgezwackt wird. Weiterhin sehen wir, dass Kinder offensichtlich die Medien nach ihrer Funktionalität und damit differenziert nutzen. Und schließlich ist evident, dass die Mediennutzung eine Selbstverständlichkeit ist, die in den Alltag der Kinder integriert ist.
Wichtiger als die Frage nach der Quantität der Mediennutzung jedoch ist der Blick auf deren Qualität, d.h. auf Bedeutung und Funktion, die das Medienhandeln für die Heranwachsenden hat. Hier möchte ich zwei Bereiche und deren Befunde ansprechen, zum einen die Kindheitsforschung und zum Zweiten die qualitative Rezipientenforschung.
Die Kindheitsforschung, eine relativ neue Disziplin, stellt die Frage nach der Lebenswelt der Kinder bzw. der Weise, in der sich diese ihre Lebenswelt aneignen, in den Mittelpunkt. Im Gegensatz zur klassischen Sozialisationsforschung, die schwerpunktartig die Instanzen und Prozesse der Vermittlung von sozialrelevantem Wissen herausarbeitet, werden hier die Prozesse der Auswahl und Übernahme von Lernangeboten durch die Kinder beschrieben. Das Kind wird als aktives, nach eigenen Vorstellungen handelndes Wesen betrachtet. Es werden also nicht primär die Angebote analysiert, die dem Kind gemacht werden, sondern die Prozesse der Aneignung dieser Angebote. Wiewohl Kinderforscher theoretisch postulieren, dass die Lebenswelt der heutigen Kinder eine Medienwelt ist, hat ihre Forschung bislang nicht viel zur Auseinandersetzung mit der Medienaneignung von Kindern beigetragen. Ein Ansatz der Kindheitsforschung allerdings hat in den letzten Jahren eine gewisse Aufmerksamkeit gefunden, weil er auf die Medienpädagogik übertragen wurde, nämlich der der Selbstsozialisation. Auch er richtet sich gegen die klassische Sozialisationsforschung, gegen die der Vorwurf erhoben wird, den Menschen nur als gesellschaftliches Produkt, damit als sozial gemacht und fixiert zu sehen. Im Gegensatz dazu postuliert der Lebensweltansatz in der Kindheitsforschung eine gegenseitige Einflussnahme von Welt und Subjekt. Von den strengen Vertretern des Konzepts der Selbstsozialisation wird die eigentlich gestaltende Leistung eher beim Kind gesehen. Diesem wird die Kompetenz zugewiesen, sich die Umwelt bewusst zum eigenen Nutzen und nach eigenen Vorstellungen anzueignen. Aber: Die unleugbare Tatsache, dass Kinder tatsächlich sehr früh Kriterien entwickeln, nach denen sie beispielsweise Fernsehprogramme auswählen, heißt weder, dass diese Kriterien, noch dass die Auswahl richtig sind. Allein die Tatsache, dass Kinder einfache, ihrem Entwicklungsstand angemessene Erzählmuster und unter dem Strich Bilder der heilen Welt suchen, kann zumindest problematisieren, ob eine Selbstsozialisation mit rosaroter Brille auf die manchmal vielfarbige und manchmal graue Realität vorbereiten kann. Lernen ist soziales und gerichtetes Lernen, die Richtung jedoch muss den Kindern von irgendwoher angegeben werden, das gilt allemal für Fernsehangebote, die in ihrer unbestimmten Vielfalt von der Realität noch weit übertroffen werden. Das sei am Beispiel von Big Brother erläutert.
Nach einer Untersuchung des JFF7 im Zusammenhang mit der Elternberatung Flimmo gibt es Hinweise darauf, dass Kinder im Grundschulalter Big Brother als Soap wahrnehmen. Im Sinne der Selbstsozialisation könnte dies als Beleg interpretiert werden, dass Kinder Anlage und Sinn dieser Serie verstanden haben. Aber ist der Schluss nicht plausibler, dass den Kindern die Trennung zwischen Realität und Fiktion wenn nicht verwischt, so doch erschwert wird, und dass sie demnach gerade auch beim Fernsehen Orientierungshilfen brauchen?
Mit der Problematisierung des Konzepts der Selbstsozialisation will ich aber nicht einer anderen Position das Wort reden, die gleichermaßen einseitig ist und den Medien direkte Wirkungen zuspricht. Manchmal vermutet man, diese Position sei verschwunden, und dann begehen Kinder Untaten, es werden CD-ROMS oder Videokassetten bei den jungen Tätern gefunden, und gleich sind die Medien schuld. Dabei wissen wir, dass die Medien allein nichts schaffen, weder im Bösen noch im Guten, spätestens seit in den siebziger und achtziger Jahren durchgeführte Untersuchungen keinen unmittelbaren Zusammenhang zwischen kindlichem Gewalthandeln einerseits und medialen Gewaltdarstellungen andererseits nachweisen konnten.8 Mit anderen Worten, selbst durch das Gestammel der Teletubbies werden unsere Kleinen das Sprechen nicht verlernen.
Die Perspektive, Kinder nicht als Objekte der Medien zu betrachten, sondern als Subjekte, die gemäß ihrem Entwicklungsstand und ihren Fähigkeiten selbsttätig mit den Medien umgehen und sich ihre Medienwelt auch auswählen, hat sich auch in der medienpädagogischen Rezeptionsforschung niedergeschlagen. Ich möchte Ergebnisse dieser Forschung in einem knappen Überblick präsentieren, um zu verdeutlichen, wie speziell das Medium Fernsehen von Kindern angeeignet wird und welche Bedeutung es für das Heranwachsen und vor allen Dingen für die geistige Orientierung im Heranwachsen hat. Generell kann gesagt werden, dass Medien und speziell das Fernsehen für Kinder eine Reihe von Funktionen erfüllt.9
Es sei noch einmal daran erinnert, dass nicht die Medien, sondern Eltern für Kinder die wichtigste Quelle sind, aus der sie Anregungen für ihr zukünftiges Leben schöpfen. Allerdings können die Medien, vor allem das Fernsehen, von der zweitwichtigsten Instanz zur bestimmenden werden, wenn die personalen Instanzen, also die Bezugspersonen, versagen.

Die Fragen, die Kinder im Prozess des Heranwachsens stellen, und die Anregungen, die sie suchen, beziehen sich sowohl auf aktuelle Fragen und Probleme als auch auf überdauernde längerfristige Orientierungen. Aktuelle Fragen der Kinder sind zum einen bedingt durch den Stand ihrer körperlichen und geistigen Entwicklung und zum anderen durch Umstände ihrer unmittelbaren Umgebung. Entsprechend ihrem ichbezogenen Selbstbild ist es vor allem für die jüngeren Kinder wichtig, Wege zu finden, um sich in ihrem Lebensumfeld zu behaupten. Entsprechend suchen sie in ihrem Lieblingsgenre, den Zeichentrickserien, nach erfolgreichen Mustern, um Aufmerksamkeit zu erlangen, wahrgenommen zu werden und sich durchzusetzen. Der Wunsch der Kleinsten, die eigene Person zu stärken, wird bei den älteren Kindern auf den Widerpart gerichtet, der ihnen dies verwehrt oder zumindest erschwert, die Welt der Erwachsenen. So mögen sie in diesem Alter aufmüpfige Figuren wie Fantastic Max oder Bart Simpson, denen es gelingt, sich mit Schläue und Witz gegen die Erwachsenen nicht nur zu behaupten, sondern ihnen auch ein Schnippchen zu schlagen.10 Neben den entwicklungsbedingten Themen, die sich unter der Überschrift: Wie werde ich groß? fassen lassen, gibt es aktuelle Probleme, mit denen sich die Kinder auseinander setzen. Die aktuellen Probleme sind in der Regel im gleichen Umfeld wie die entwicklungsbedingten angesiedelt. Schwierigkeiten im Umgang mit Eltern, ErzieherInnen, LehrerInnen und Gleichaltrigen machen das Gros dieser Probleme aus. Am Beispiel des achtjährigen Andreas lässt sich dies illustrieren. Andreas hat den starken Drang, sich nach oben durchzuboxen. Seine eigene Aggressivität legitimiert er als notwendige Reaktion auf Bedrohungen durch andere Jungen. Sein Problem jedoch ist, dass er diese Aggressivität nicht offen ausleben kann, denn sein Vater, ein Lehrer, lehnt Gewalttätigkeit ab und verbietet sie auch seinem Kind. Aus diesem Dilemma sucht Andreas sich zu lösen, indem er sich den Comic-Helden ,Spiderman’ zum Vorbild nimmt, ein linkischer Student, der sich in eine menschliche Spinne verwandeln kann. „Sobald sich ,Spiderman’ in sein Spinnenkostüm begibt, wird er nicht nur stark, sondern niemand erkennt ihn, und das ist Andreas’ eigentlicher Wunschtraum, unerkannt seine Omnipotenzphantasien realisieren und es so dem ganzen ,Komplott‘, das ihm das Leben schwer macht, zeigen zu können.11
Kinder suchen im Fernsehen des Weiteren ethische Maßstäbe zur Gestaltung ihres Handelns. Die Fragen, was darf ich tun, und was muss ich tun, sind für Kinder von großer Bedeutung. Wenn sie älter werden und sich der Horizont der Kinder erweitert, dann beziehen sich die Fragen der Kinder nach ethischen Orientierungen nicht mehr allein auf sie selbst und ihr eigenes Handeln, sondern werden an die Menschen gestellt, die in ihrer Umgebung leben, und auch an die Menschheit insgesamt. Eine zentrale Frage ist hierbei die nach der Funktion von Gewalt. Darf ich anderen Menschen gegenüber Gewalt anwenden? Ist es in Ordnung, dass die Erwachsenen Kindern gegenüber ihre Machtposition ausspielen? Darf ich mich meinen ,Feinden’ gegenüber mit Gewalt durchsetzen, wenn diese mich schlagen? Warum tun Menschen anderen und besonders Kindern Leid an? Sind Kriege gerecht? Solche ethischen Fragen sind für Kinder noch nicht kompliziert und komplex. Sie stellen sich ihnen als reale Probleme, in der eigenen unmittelbaren Umgebung ebenso wie in den Medien. Die unmittelbare Umgebung macht ihnen die Vorgaben im Bereich des direkt Erfahrbaren, die Medien präsentieren ihnen die Bilder, die sie in ihrer Vorstellungswelt beschäftigen.
Entsprechend ihrer Orientierung am sinnlich Wahrnehmbaren und der noch nicht ausgebildeten Fähigkeit zu abstrahieren, suchen sich die Kinder zur Beantwortung ihrer Fragen, wie wir bereits am Beispiel von Andreas gesehen haben, auch in den Medien personale Orientierungen, Protagonisten mit Verhaltensmustern, die sie für die Entwicklung und Justierung des eigenen Verhaltens heranziehen können. Eine zentrale Fragestellung der Kinder ist die, wie werde ich was für ein Erwachsener. Dies wollen sie aber nicht abstrakt sondern konkret und differenziert wissen: Was für eine Frau bzw. was für ein Mann werde ich einmal? Entsprechend suchen sie in ihren Lieblingssendungen nach Bildern bzw. Vorbildern für und von Frau und Mann.
Betrachten wir die Mädchen und ihre Suche nach Vorbildern, so ist zu konstatieren, dass sie zumindest in ihrem Lieblingsgenre, den Zeichentrickserien, kaum fündig werden. Ein Gutteil des weltweiten Einheitsangebots an Zeichentrickserien präsentiert eine Frauenrolle, die hinter die hiesige gesellschaftliche Realität zurückfällt. Frauen oder Mädchen sind meist Randfiguren, die, von Ausnahmen abgesehen, in nachgeordneten Funktionen agieren. Anders sieht es da bei den Jungen aus. Die Jungen werden in ,ihren’ Fernsehserien auf jeden Fall quantitativ fündig, d. h. sie bekommen eine große Zahl von männlichen Helden präsentiert. Die Qualität dieses Angebots jedoch ist eindimensional und gering. Es handelt sich bei den männlichen Vorbildern meist um Serienhelden, die nach dem Muster des Einzelkämpfers operieren, der gezwungenermaßen gewaltausübend seinen Weg macht. Zwar ist die Betonung auf Kampf in den aktuell angebotenen Zeichentrickserien des Fernsehens nicht mehr so stark, zwar haben die Fernsehanbieter inzwischen realisiert, dass Kinder sehr wohl Action, Bewegung, abwechslungsreiches Geschehen mögen, aber nicht unbedingt Schläge und Schüsse.12 Dennoch sind die in den Serien angebotenen Rollenmuster immer noch nicht hinreichend für die Ausformung von weiblichen und männlichen Rollen, d. h. die Vielfalt menschlichen Handelns wird in den Zeichentrickserien kaum angeboten. Hier finden die Kinder eher Hinweise in den Daily Soaps, denn immerhin zeichnen sich die Seifenopern dadurch aus, dass sie die Vielzahl der möglichen Lebensweisen in unserem Lande wiedergeben. Da gibt es sowohl die Familie als auch den Einzelstehenden, da gibt es das homosexuelle Paar, da gibt es die Jungen, die mit den Alten zusammenleben usw., da gibt es die verschiedensten Geschmäcker und Orientierungen.13 Allerdings stellt sich hier die Frage, ob Inhalt und Qualität des dort propagierten Zusammenlebens, nämlich die permanente Intrige, ein mögliches Vorbild darstellen kann und soll. Die Vielfalt realer Lebensformen ist in diesen Soaps eher zu finden als in den klassischen, aus dem Ausland übernommenen Serien. Aber die Einfalt der Lebensgestaltung ist auch hier das Problem, schließlich tut auch psychische Gewalt weh.
Insgesamt lässt sich sagen, dass das Fernsehen mit den angebotenen Rollenmustern zu großen Teilen schiefe, schräge Vorstellungen von der Welt transportiert. Dieser Tatsache wirkt auch leider nicht entgegen, dass es sehr wohl differenzierte und anspruchsvolle Angebote für Kinder gibt, denn, auch das ist festzuhalten, es gibt einen sehr engen Zusammenhang zwischen den Anstößen aus dem Elternhaus und den Zuwendungen der Kinder zum Fernsehen. Mit anderen Worten: Eltern, die selbst eine recht eingeschränkte Sicht von der Welt haben und in ihr nicht unbedingt zurechtkommen, sondern eher so gerade mitschwimmen, können in der Regel auch ihren Kindern keine differenzierte Sicht vermitteln und verweisen sie auf zweitklassige Angebote, wie sie sie auch selbst nutzen. Besonders deutlich wird dies im Umgang mit den Informationsangeboten des Fernsehens. In einer Untersuchung über die kindliche Medienaneignung dieser Angebote wurde die Rolle des elterlichen Vorbildes evident. „Die meisten Kinder kommen über ihre Eltern mit Fernsehinformation in Berührung. Das gilt besonders für die Nachrichten. Sie werden offenbar in vielen Familien gemeinsam gesehen. Die Kinder sehen mit, aber nur die älteren und die aus höherem Milieu zeigen daran ein generelleres Interesse, andere Kinder beachten nur bestimmte Themen.
Eigenständiges Interesse zeigen die Kinder, und zwar vorwiegend die aus niedrigen Milieus, am Reality-TV und an Infotainment-Magazinen wie Explosiv. Diese Genres sind in Familien aus niedrigen Milieus besonders präsent und werden von Eltern und Kindern gleichermaßen konsumiert. Vor allem im hohen Milieu stehen die Eltern dem Reality-TV ablehnend gegenüber.14
Das Medium Fernsehen ist, so sollte dieser knappe Überblick zeigen, nicht nur das Medium, das einen Großteil der Zeit unserer Kinder absorbiert, sondern auch ein wichtiges Lernmedium, nach den Eltern sogar das wichtigste. Und wenn wir über das Fernsehen hinaus das gesamte Medienensemble betrachten, das uns gegenübersteht und mit dem wir und die Kinder agieren, so lassen sich zum Schluss die einleitenden Aussagen über die neue Medienwelt präzisieren. Die heutigen Kinder müssen sich wie ihre Eltern in die Fernsehwelt, in eine vielgestaltige Medienwelt einleben. In dieser Medienwelt, die zugleich ihre Alltagswelt ist, müssen sie ihre eigene Position finden. In unserer Welt sind mindestens seit der Einführung der Rechner Medien und Alltag weder in der Freizeit noch im Beruf getrennt, sondern von vornherein eins. So gesehen wird diese Kindergeneration tatsächlich eine neue Mediengeneration sein, weil sie mit vielen und immer neuen Medien konfrontiert wird. Aber andererseits wird sich diese neue Mediengeneration im Kern nicht viel anders verhalten als die jetzige Generation. An der Tatsache, dass Kinder primär im sozialen Kontext und durch die Orientierung an von ihnen akzeptierten, mit ihnen zusammenlebenden Personen lernen und sich ihr Weltbild schaffen, wird sich auch durch die Medien nichts ändern. Wenn die Familie aber in weiter zunehmendem Maße die Fähigkeit verliert, ihre Vorbildfunktion zu erfüllen, und wenn die Familie die anderen und vor allen Dingen die medialen Angebote nicht zurechtrücken und auf das normale Maß zurechtstutzen kann, dann könnte die neue Mediengeneration oder zumindest Teile von ihr eine Generation werden, die sich ihr Bild von der Welt und möglicherweise ihr Handeln durch die Medien diktieren lässt. Diese Kinder sind dann Medienhandelnde nunmehr in dem Sinne, dass sie nach den Vorgaben der Medien handeln. Hier wird der aktuelle Prozess der Individualisierung der Mediennutzung und -aneignung durch die Vernetzung und Multiplikation von Medien weitergetrieben. Wir sehen ja schon heute, dass individuelle Angebote, vor allen Dingen in den Bereichen des Ratgebens, von den Massenmedien abwandern in die Individualmedien, ins Netz. Hier wird man in Zukunft die medial-kommerzielle Konkurrenz zur personalen Kommunikation und Zuwendung noch verstärken durch Pseudoangebote der Hilfestellung, des Umganges mit dem und des Eingehens auf den anderen.
Aber trotzig und trotzdem, die personale Kommunikation kann durch die mediale nicht ersetzt werden. Sie kann durch sie bedrängt werden, aber auch bei unseren Kindern wird nicht ein Medium alle anderen verschlucken und möglicherweise unsere Kinder selbst, sondern die Medien werden so von den Kindern eingesetzt werden, dass jedes Medium spezifische Funktionen für ihr Leben und Handeln erfüllt. In diesem Sinne ist es sinnvoll und richtig, weiterhin gutes Fernsehen für unsere Kinder zu machen und vor allem ein Fernsehen, das sie wieder in die Realität zurückweist und ihnen die Möglichkeit gibt, die Medien zu genießen, aber auch die Bereiche des Alltags, die von den Medien noch nicht dominiert werden - und alles zu seiner Zeit.
Basic, N. / Schell, F. / Schorb, B. / Graf, G.: Kinder sehen fern. Programmangebot und Präferenzen. München 1997.
Feierabend, S. / Klingler, W.: Kinder und Medien 1999. Ergebnisse der Studie KIM 99 zur Mediennutzung von Kindern. In: Media Perspektiven 4/1999, S.174-186.
Feierabend, S. / Simon, E.: Was Kinder sehen. Eine Analyse der Fernsehnutzung von Drei- bis 13-Jährigen. In: Media Perspektiven 4/2000, S. 159-170.
Henscheid, E.: Beim Fressen beim Fernsehen fällt der Vater dem Kartoffel aus dem Maul. Frankfurt a.M. 1984.
Schorb, B.: Fernsehen und neue Medien 1960-1990. In: Friedrich Ebert Stiftung (Hrsg.): Archiv für Sozialgeschichte Bd. 33. Bonn 1993, S. 425-457.
Theunert, H.: Gewalt in den Medien - Gewalt in der Realität. Gesellschaftliche Zusammenhänge und pädagogisches Handeln. München 21996.
Theunert, H.: Ein Fundus von Orientierungen - Der kindliche Umgang mit Zeichentrickfiguren. In: Theunert, H. / Schorb, B. (Hrsg.): Begleiter der Kindheit. Zeichentrick und die Rezeption durch Kinder. München 1996.
Theunert, H. / Gebel, C. (Hrsg.): Lehrstücke fürs Leben in Fortsetzung - Serienrezeption zwischen Kindheit und Jugend. München 2000.
Theunert, H. / Lenssen, M. / Schorb, B.: Wir gucken besser fern als ihr. Fernsehen für Kinder. München 1995.
Theunert, H. / Schorb, B.: „Mordsbilder“ - Kinder und Fernsehinformation. Berlin 1995.
Theunert, H. / Schorb, B. (Hrsg.): Begleiter der Kindheit. Zeichentrick und die Rezeption durch Kinder. München 1996.
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1 Henscheid 1984, S. 7ff.
2 Vgl. Schorb 1993.
3 Die im Folgenden angegebenen Zahlen entstammen dem Heft BRAVO Faktor Jugend 3 des Heinrich Bauer Verlags Hamburg vom Juni 2000.
4 Die folgenden Zahlen entstammen: Feierabend/Klingler 1999.
5 Die Tabelle ist in gekürzter Form entnommen: Feierabend/Simon 2000.
6 Feierabend/Klingler 1999
7 Programmberatung für Eltern (.Hrsg.): Thema: Voll das Leben. Kinder, Jugendliche und „Big Brother“. In: Flimmo (erstellt vom JFF - Institut für Medienpädagogik in Forschung und Praxis, München) 2/2000, S. 4-6.
8 Vgl. die differenzierte Auseinandersetzung mit der Gewaltwirkungsforschung: Theunert 2/1996.
9 Vgl. hierzu ausführlich Theunert/Lenssen/Schorb 1995.
10 Vgl. Theunert/Schorb 1996.
11 Theunert in: Theunert/Schorb 1996, S. 186.
12 Vgl. die Programmanalysen in Basic/Schell/Schorb/Graf 1997 und Theunert/Schorb 1996.
13 Vgl. Theunert/Gebet 2000.
14 Theunert/Schorb 1995, S. 60f.