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    Begriffslexikon

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    A

    Agenda
    Tagesordnung

    Aids
    steht für Acquired Immune Deficiency Syndrome (Syndrom erworbener Immunschwäche) und ist eine schwere, durch den HIV-Virus auf dem Blutweg übertragene Schwäche des Immunsystems. Die betroffenen Menschen sterben nicht an AIDS, sondern an den Krankheiten (etwa Lungenentzündung), die durch die Immunschwäche ausgelöst werden.

    Aktie
    Eine Aktie ist ein Wertpapier und verbrieft den Anteil an einer Gesellschaft (Aktiengesellschaft, abgekürzt AG). Sie wird an der Börse gehandelt.

    Ausbeutung
    bezieht sich auf Menschen und Ressourcen eines Landes (Erdölverkommen, Diamanten, Wasser, u.ä.). Z.B. werden Menschen zu Tätigkeiten gezwungen, von denen andere profitieren. Sklaverei, Frauenhandel, Kinderhandel fallen darunter.


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    B

    Barbarei
    Roheit, Grausamkeit, Wildheit

    Bestechung
    begeht jemand, der Beamten Geld oder Geschenke gibt und dafür als Gegenleistung eine unerlaubte (dienstwidrige) Amtshandlung erfolgt, die ihm nützt.

    Binnenmarkt
    wirtschaftliches Geschehen, das sich innerhalb der Zollgrenzen eines Landes - in der Europäischen Union innerhalb derer Grenzen - vollzieht.

    Börse
    Güter- und Geldmarkt; Aufgabe der Börsen ist die Preis- oder Kursbildung. Börsenmakler nehmen Kauf- oder Verkaufsanträge an.

    Bruttoinlandsprodukt (BIP)
    gibt diejenige neu zur Verfügung stehende Gütermenge an, die im Inland innerhalb eines Jahres von In- und Ausländern hergestellt wurde. Das BIP ist ein Maß für die wirtschaftliche Leistung eines Landes.


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    D

    Demokratie (griechisch: Volksherrschaft)
    Staatsform, in der die Staatsgewalt vom Volke ausgeht und direkt oder/und indirekt von ihm ausgeübt wird; es bestehen große Unterschiede zwischen den einzelnen demokratischen Staatsgestaltungen (z.B. repräsentative Demokratie, nicht-parlamentarische Demokratie).

    Demonstration

    1. Veranschaulichung in besonders eindrucksvoller, lehrhafter Form
    2. in der Politik: Kundgebung, meist durch Aufgebot großer Menschenmassen, mit der Willensäußerungen, z.B. Forderungen, deutlich gemacht werden sollen. Oftmals als Protest gegen Maßnahmen einer eigenen oder fremden Regierung. In demokratischen Staaten ist das Demonstrationsrecht durch die Meinungs- und Versammlungsfreiheit Bestandteil der Grundrechte.

    Diplomat
    ist für eine Botschaft, d.h. dem Außenministerium unterstellte Vertretung eines Staates, in einem anderen Staat, tätig.

    Diktatur
    als Staats- (Regierung-, Herrschafts-)Form die Zusammenfassung der politischen Gewalt in einer Hand unter Ausschaltung verfassungs- oder gewohnheitsrechtlicher Schranken. Die Diktatur kann durch einen einzelnen, eine Familie, eine Gruppe, die Inhaber der militärischen Macht oder durch eine Gesellschaftsklasse ausgeübt werden.

    Diskriminierung
    ist die Benachteiligung von Personen oder Gruppen (zumeist Minderheiten) aufgrund von Merkmalen wie Herkunft, ethnischer, politischer oder religiöser Zugehörigkeit, sozialen Gewohnheiten, sexuellen Neigungen, Sprachen, Geschlecht, Behinderung oder äußerlichen Merkmalen wie Haut- oder Augenfarbe. Sie steht dem Grundsatz der Gleichheit der Rechte aller Menschen entgegen.
    Diese Benachteiligung kann in Einschränkungen in jeglichen Ebenen des Lebens stehen, insbesondere in Einschränkungen an der Teilnahme am öffentlichen Leben, Einschränkung der Freizügigkeit, Einschränkungen bei Ausbildung, Berufsausübung oder Entgelt.

    Dogma
    eine (religiös-)philosophische Meinung, die als unveränderlich angesehen wird und die man glauben 'muss'.

    Doktrin
    einseitige (Lehr)Meinung, die fälschlicherweise als absolut gültig betrachtet/bezeichnet wird.


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    E

    Eliten
    Unter Elite (lat.: Auswahl) versteht man die Zusammenfassung überdurchschnittlich qualifizierter Personen oder die Zusammenfassung herrschender Kreise. Als Gegenbegriff wird häufig Masse benutzt.
    Im Alltagsleben und in den Massenmedien wird das Wort "Elite" Personen zugerechnet, die sich in politischen, wirtschaftlichen, sportlichen, künstlerischen, akademischen usw. Spitzenpositionen befinden. Daneben haftet es organisierten Sozialsystemen an, etwa bei 'Elite- Universitäten'.

    Emigration
    Auswanderung, Flucht, besonders aus politischen, wirtschaftlichen oder religiösen Gründen.

    Entschuldung
    siehe Schuldenerlass

    Entwicklungsländer
    Bezeichnung für Länder, die nach materiellen, sozialen und gesundheitlichen Maßstäben in ihrer Entwicklung im Vergleich zu den Industriestaaten weit hinter den Möglichkeiten (durch Arbeitskräfte und Bodenschätze gegeben) der heutigen Zeit zurückgeblieben sind. Der allgemeine Lebensstandard in den Entwicklungsländern ist so niedrig, dass oft nicht einmal die lebensnotwendigsten Bedürfnisse der Bevölkerung gedeckt werden können. Als Länder mit geringer oder mittlerer Entwicklung werden vom Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (UNDP) zurzeit ca. 120 von 175 im Index der menschlichen Entwicklung (HDI) statistisch erfassten Ländern eingestuft.
    Kennzeichen der Unterentwicklung: Einkommen ist niedrig (teilweise unter 1 US-$ pro Tag); in den meisten Fällen ist dies verbunden mit einer sehr ungleichen Einkommensverteilung und Armut, große Teile der Bevölkerung haben keine oder eine mangelhafte Gesundheitsversorgung, aus den vorigen Punkten ergibt sich eine geringe Lebenserwartung und eine hohe Kindersterblichkeit, der Bildungsgrad ist gering, die AnalphabetInnenquote hoch, viele EinwohnerInnen leiden an Hunger oder sind unterernährt. In vielen Entwicklungsländern herrscht die Agrarwirtschaft vor, Entwicklungsländer sind teilweise ehemalige Kolonialländer, die Kapitalaustattung ist sehr schlecht, es werden kaum Investitionen getätigt und das Land ist auf Entwicklungshilfe angewiesen, der Anteil am Welthandel ist sehr gering. Zu den Entwicklungsländern zählen fast alle Staaten in Afrika, Asien und Lateinamerika.
    Da der Begriff 'Entwicklungsland' zunehmend negativ besetzt ist und als abwertend verstanden werden kann, benützt man zunehmend den Begriff 'Länder des Südens'.

    Ethik
    Wissenschaft von den sittlichen Werten, Handlungen und Gesinnungen (zentrale Begriffe sind z.B. Gewissen, Verantwortung, Entscheidungsfindung, Ehre...). Ethische Wertvorstellungen bezüglich zwischenmenschlicher Beziehungen beruhen auf einer wertschätzenden Grundhaltung und der Achtung der Menschenwürde anderer.

    Ethnie / ethnisch
    ist eine Gruppe von Menschen mit einheitlicher Kultur und Sprache.

    Export
    Der Begriff Export bezeichnet

    1. in der Volkswirtschaftslehre die Lieferung von Waren und Dienstleistungen ins Ausland.
    2. bei Computerprogrammen die Speicherung von Daten in einem anderen Format als dem für das Programm üblichen bzw. das Verschieben von Daten in ein anderes Programm.

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    F

    Fair Trade - fairer Handel
    Verwirrenderweise wird der Begriff "Fair Trade" in manchen Fremdsprachen-Wörterbüchern mit "Freihandel" übersetzt, was das genaue Gegenteil von fairem Handel ist.
    Bei "Fair Trade" handelt es sich um gerechte Bezahlung für ArbeitnehmerInnen (damit sie ein menschenwürdiges Leben führen können) bzw. für deren Produkte, die unter fairen Bedingungen hergestellt werden.
    Der Faire Handel ist Teil der Solidaritätsbewegung zugunsten der Menschen in der Dritten Welt. Er strebt ein gerechtes Miteinander in der Welt an, in der die Konsumenten in den Industrieländern soziale Verantwortung für die Produzenten von Handelswaren in den Entwicklungsländern übernehmen. Der Faire Handel begreift sich als alternatives Konzept eines Handels auf partnerschaftlicher und sozial-ethischer Basis mit ProduzentInnen, die im Welthandel benachteiligt werden. Der Preis der Waren soll fair, das Verhältnis von Leistung und Gegenleistung gerecht sein. Um dies zu gewährleisten, wird ein Mindestpreis und ein Aufschlag für die Handelsprodukte erhoben.
    Der Faire Handel versucht, den ProduzentInnen in den Entwicklungsländern eine menschenwürdige Existenz aus eigener Kraft zu ermöglichen. Durch gerechtere Handelsbeziehungen sollen die Lebensbedingungen der Menschen in den Ländern des Südens verbessert, die Binnenwirtschaft gestärkt und langfristig ungerechte Weltwirtschaftsstrukturen abgebaut werden. Durch die Zertifizierung (Überprüfung mit Zeugnis bzw. Beglaubigung) fair gehandelter Waren mit einem Siegel wird für die KonsumentInnen erkennbar, dass das Produkt den 'Mehrwert' enthält, aus einem gerechteren Handel zu stammen.

    Fond
    Geldsumme, Geldtopf der zweckgebunden verwendet werden muß (Geldanlagen des Staates, jedoch können auch Einzelpersonen Anteile kaufen).

    Folter
    Hervorrufen körperlicher Qualen, besonders als Mittel der Nötigung zu Geständnissen und anderen Handlungen; wird v.a. von (Geheim)Polizei u.ä. in Diktaturen und bei kriegerischen Handlungen angewendet; als Folter gilt auch in manchen Staaten die genitale Verstümmelung von Mädchen und Frauen.


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    G

    Globalisierung
    Prozess von Grenzüberschreitungen bzw. eine Entwicklung der zunehmenden internationalen wirtschaftlichen Verflechtung der Kapital-, Handels- und Technologieströme in der Welt unter dem Dogma, dass die Globalisierung Wirtschaftswachstum bewirkt und Arbeitsplätze schafft.

    Grundrechte
    sind vom Verfassungsrecht gewährte Rechte von Einzelpersonen gegenüber der Staatsgewalt (Freiheits- und politische Rechte sowie Recht auf Gleichheit vor dem Gesetz und Leistungen des Staates, Recht auf freie Meinungsäußerung und Versammlungsfreiheit, Recht auf Arbeit, Bildung, Erholung und soziale Fürsorge, Brief- und Postgeheimnis, Schutz vor willkürlicher Verhaftung).


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    H

    HIV
    steht für Humanes Immundefizienz-Virus und bedeutet die Infektion mit einem Virus, die bislang in den meisten Fällen tödlich endet. Die Krankheit kann v.a. durch ungeschützten Geschlechtsverkehr, Fremdblut und Nutzung von (z.B. Heroin-)Spritzen anderer übertragen werden. Wenn der Bluttest 'HIV-negativ' ist, heißt das, dass kein HIV- Erreger im Blut gefunden wurde. 'HIV positiv' heißt, dass die Krankheit (noch) nicht ausgebrochen ist, aber bereits übertragen werden kann.


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    I

    Illegalität / illegal
    ungesetzlich, gesetzeswidrig - Gegenteil von Legalität / legal

    Imperium
    Befehl, Befehlsbereich, Weltreich

    Import
    Der Begriff Import bezeichnet

    1. in der Volkswirtschaftslehre die Einfuhr von Waren und Dienstleistungen aus dem Ausland.
    2. bei Computerprogrammen das Übernehmen von Daten aus einem anderen Programm.

    Industriestaaten
    Als Industrieland oder Industrienation bezeichnet man

    1. ein technisch hoch entwickeltes Land mit einer bedeutenden eigenen industriellen Produktion von Gütern,
    2. nach der Einteilung der Weltbank die Mitgliedsländer der OECD (Organization for Economic Cooperation and Development, Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung - gegründet 1961 mit Sitz in Paris) ohne Griechenland, Portugal, Spanien und die Türkei. Seit Mitte der 1990er Jahre zählt man die EU-Mitgliedsländer dazu, nicht aber die seit 1994 in die OECD aufgenommenen Entwicklungsländer. Die Industrieländer vereinigen auf sich den größten Teil des Weltvermögens. Größte Industrienation sind die USA sowie die Europäische Union (EU), Kanada und Japan.

    Internationaler Währungsfond (IWF), Weltwährungsfond, International Monetary Fund (IMF)
    1944 gegründeter Fond mit Sitz in Washington (USA) zur Förderung der internationalen Zusammenarbeit hinsichtlich Währungspolitik und Zahlungsverkehr, um ein störungsfreies Wachstum des internationalen Handels zu ermöglichen.
    Da das System der fixen Wechselkurse in den 1970er Jahren während des Vietnamkrieges aufgegeben wurde, hat der IWF seine ursprüngliche Aufgabe verloren und widmet sich nun ähnlichen Aufgaben wie die Weltbank.
    Hauptziele des IWF sind: stabile Wechselkurse, Zahlungsverkehr zwischen allen Ländern und Bereitstellung von Überbrückungsdarlehen (-kredite) an Mitgliedsländer.


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    K

    Kapital
    zinstragende Geldsumme

    Kartell
    (ursprünglich: die Kampfordnung bei Turnieren)
    In der Wirtschaft: Vereinbarung, Abmachung, Vertrag; besonders der Zusammenschluss von Unternehmen bzw. Firmen, die gleiche oder ähnliche Produkte erzeugen oder vertreiben oder ähnliche Interessen verfolgen. Ziel ist, den (Welt-)Markt zu beherrschen.

    Klassifizierung / klassifiziert
    Einordnung, Bewertung

    Kollektiv
    Der Begriff Kollektiv (lat. colligere: zusammensuchen) beschreibt eine Lebens- oder Arbeitsgruppe, in der die Gruppenaufgaben gemeinschaftlich bearbeitet werden.

    Kolonisation
    wirtschaftliche und politische Erschließung von Gebieten u.a. durch Besiedlung, Rodung, Bebauung, oft mit Ausbeutung von Menschen und/oder Ressourcen verbunden.

    Kolonialismus
    Ausbeutung und/oder Unterdrückung v.a. außereuropäischer Völker besonders durch europäische Kolonialmächte.

    Kompetenz
    (lat. competere: zusammentreffen) bezeichnet Sachverstand und Fähigkeit.

    Kompromiss
    Zugeständnis, Ausgleich durch beiderseitiges Nachgeben

    Konsens
    Zustimmung

    Konsolidierung (Konsolidation)

    1. Sicherung, Festigung
    2. in der Wirtschaft: Vereinigung, Zusammenschluss, Zusammenlegung von Schuldverpflichtungen zu einer, meist langfristigen, Schuld

    Konzern
    ist ein Zusammenschluss von Betrieben, die rechtlich selbständig bleiben, aber als Tochtergesellschaft ihre wirtschaftliche, finanzielle und meist auch organisatorische Selbständigkeit verlieren. Sie unterstehen einer einheitlichen Leitung der Muttergesellschaft.
    Die betriebswirtschaftlichen Vorteile liegen in einer Rationalisierung der Produktion und Verwaltung und in der Verminderung der Beschaffungs- und Absatzrisiken.
    Das heißt für die Menschen oft: geringe Löhne bei schlechten, ungesicherten und krankmachenden Arbeitsplatzbedingungen.
    Multinationale Unternehmen verfügen über eine wirtschaftliche und damit auch politische Macht, die oft nur zum Vorteil der Unternehmen, deren Besitzer und ihrer hochbezahlten Manager genutzt wird. Ethische und ökologische Aspekte werden zumeist nicht berücksichtigt, wodurch sich seit längerer Zeit ökologische und soziale Krisen globalen Ausmaßes abzeichnen und weltweiten Protest hervorrufen.
    Oft zahlen Multis die ihnen vorgeschriebenen Steuern nicht (Steuerhinterziehung). Sie drohen auch mit der Abwanderung in Billiglohnländer und setzen damit die Regierungen und Menschen zusätzlich unter Druck.

    Kooperation
    Zusammenarbeit

    Korruption
    (lat. corrumpere: verderben, entkräften, entstellen, bestechen) bezeichnet Bestechung und Bestechlichkeit, Vorteilsannahme und Vorteilsgewährung.
    Korruption geschieht in aktiver Form (Vorteilsgewährung, Bestechung, Schmiergeldzahlung, Ämterkauf, Stimmenkauf) oder in passiver Form (Vorteilsannahme, Bestechlichkeit). Hierher gehören auch Formen wie politischer Betrug, politische Erpressung, Wirtschaftskriminalität, Nepotismus (Vetternwirtschaft).

    Kredit
    die leihweise Überlassung von Kaufkraft (Geld) durch Kreditgeber (meist Banken oder Privatpersonen) an KreditnehmerInnen, die dafür einen Preis (Zinsen) bezahlen müssen.

    Kriterien
    Ein Kriterium ist ein Merkmal, das bei einer Auswahl zwischen gleichartigen Sachen für die Entscheidung von Bedeutung ist.


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    L

    Legalität / legal
    gesetzlich, behördlich, erlaubt

    Leibeigenschaft
    siehe Sklaverei


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    M

    Macht
    nach Max Weber 'die Chance, innerhalb einer sozialen Beziehung den eigenen Willen auch gegen Widerstreben durchzusetzen'.

    Manager
    geschäftliche/r Betreuer/in, bzw. eine Führungskraft mit Entscheidungskraft und großem Einfluß.

    Markt
    die Gesamtheit wirtschaftlicher Beziehungen zwischen Angebot und Nachfrage innerhalb eines bestimmten Gebiets und Zeitraums, z.B. Welt- Weizen-Markt, Kapitalmarkt

    Matriarchat
    Mutterrechtlich organisierte Gesellschaftsform, in der dem weiblichen Prinzip - im Gegensatz zum
    Patriarchat - große Bedeutung zukommt.

    Meererosion
    zerstörende Küstenbodenabtragung durch fließendes Meerwasser (Auswirkung der Kraft der Wellen eines Sturmes)

    Menschenrechte
    Die Einhaltung der Menschenrechte stellt die soziale Grundlage einer funktionierenden Weltordnung dar. Menschenrechte sind dem Individuum (der einzelnen Person) grundsätzlich zustehenden Rechte. Sie wurden erstmals in der "Virginia Bill of Rights", danach im "Bill of Rights-Amendment" zur amerikanischen Verfassung 1776 formuliert. Besonders wichtig für Europa ist die entsprechende Formulierung in Frankreich 1789 zur französischen Verfassung, da sie als Modell für die Grundrechte z.B. der deutschsprachigen Staaten diente.
    Außer der Grundrechtssicherung gibt es auch zwischenstaatlich (völkerrechtlich) vereinbarte Garantien der Menschenrechte und Grundfreiheiten. So hat die Vollversammlung der Vereinten Nationen (UNO) am 10.12.1948 eine Deklaration der Menschenrechte - Menschenrechtskonvention, Resolution 217 A (III) - verabschiedet, die jedoch wegen der Zustimmungsverweigerung der USA und der damaligen Sowjetunion keine rechtliche Verbindlichkeit erlangte. Die Europarat-Staaten (außer Frankreich) unterzeichneten am 4.11.1950 die Europäische Konvention zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten und übernahmen sie in das innerstaatliche Recht. Zur Durchsetzung dieser Vorschriften wurde ein Europäischer Gerichtshof gebildet, vor dem Staatsangehörige gegen ihren eigenen Staat wegen Grundrechtsverletzungen klagen können.

    Menschenwürde
    heißt, dass jede Person - unabhängig von Herkunft, Geschlecht, Religion, Nationalität oder irgendwelchen anderen Unterscheidungsmerkmalen - allein aufgrund ihrer bloßen Existenz einen eigenen inneren Wert besitzt, den sie nicht verlieren und der ihr nicht genommen werden kann.

    Migration
    Wanderungsbewegungen von Menschen (Gruppen, Volksteilen oder ganzer Völker) von einem Territorium (Region oder Land) in ein anderes. Ursachen dafür sind entweder ethnische Verfolgung, politische Unterdrückung bzw. Verfolgung, Beschränkung der Religionsfreiheit oder wirtschaftliche Krisen. In Kriegs- und Krisengebieten sind v.a. auch Frauen und Mädchen auf der Flucht, die Opfer sexueller Gewalt waren.
    Die Migration kann auch als Form kollektiver Krisenbewältigung angesehen werden. Die Zahl der Migrierenden, die länger als ein Jahr im Ausland bleiben (müssen), verdoppelte sich seit 1965 von 75 Mio auf 150 Mio Menschen, wobei der Frauenanteil, besonders derjenigen Frauen, die allein auswandern oder aber Haupternährerinnen ihrer Haushalte sind, stark zunahm. Neue Muster sind heute oft ein Hin-und Herwandern, denn wo Wohlstand, Ressourcen und Sicherheiten nicht innerhalb von Gesellschaften oder zwischen Ländern und Kontinenten umverteilt werden, verteilen sich die Menschen, um ihr Überleben zu sichern oder Zugang zu den begehrten Gütern zu bekommen.
    ArbeitsmigrantInnen tragen nicht nur erheblich zur Ernährung ihrer Familien zu Hause bei, sondern stellen auch für die Volkswirtschaften ihrer Heimatländer bedeutende ökonomische Ressourcen dar.

    Missbrauch
    Unter Missbrauch versteht man das Gebrauchen, Verwenden, Benutzen oder Anwenden einer Sache oder einer Person auf eine Art und Weise, die falsch, schädlich, unsachgemäß, unerwünscht, nicht vorgesehen oder moralisch nicht vertretbar ist.

    Monopol
    meist das Gesamtangebot (von Waren z.B.) in einer Hand (ein Konzern); erlaubt die einseitige Preisfestsetzung durch den Monopolinhaber, der dadurch höhere Gewinne erzielen kann

    Multis (Multinationale Konzerne)
    siehe Konzerne


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    N

    Nachhaltigkeit
    Politisch-ökonomische Nachhaltigkeit (engl. sustainability) bedeutet eine Wirtschaftsweise, welche die Lebensqualität heutiger und künftiger Generationen im Blick behält. Sie ist seit den 1990er-Jahren zur weitgehend anerkannten Zielvorstellung der Politik geworden, aber in der Praxis noch wenig wirksam.

    Neoliberalismus
    Wichtige Charakteristika dieses Wirtschaftskonzeptes sind Liberalisierung des Kapitalmarktes, eine Preisregulierung über den Markt, Deregulierung von Handel und Finanzen, auch durch Abschaffung der Grenzen der Nationalstaaten als Handelshemmnis, durch Freihandelszonen und Handelsabkommenen wie GATT oder GATS (siehe WTO), weltumspannender Handel im 24-Stunden-Rhythmus (Echtzeit), kontinuierliche Neubewertung der Märkte, die Privatisierung von staatlichen Monopolen (v.a. die der Daseinsvorsorge wie Telekom, Bahn, Energie) und die private Vorsorge innerhalb der Sozialsysteme.
    Kritisiert wird, dass diese Form der Globalisierung zu einer Zunahme der weltweiten Ungleichheit führt.
    Einen inhaltlichen Überblick bietet Wikipedia


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    O

    offiziell
    amtlich verbürgt (bezeugt, abgesichert), förmlich

    Ökologie
    Teilgebiet der Biologie;die Wissenschaft von den vielfältigen Beziehungen zwischen Lebewesen und ihrer Umwelt (Lehre vom Gesamthaushalt der Natur).

    Ökonomie
    Wirtschaft; alle Einrichtungen und Handlungen, die der planvollen Deckung des menschlichen Bedarfs dienen, besonders die Erscheinungen der Gütererzeugung, des Güterverbrauchs, des Güterumlaufs (z.B. Handel, Verkehr) und der Güterverteilung (bes. Einkommensverteilung), oft in räumliche Beziehung gesetzt (z.B. Welt-, Volks-, Stadt-, Betriebswirtschaft)


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    P

    Parlament
    Volksvertretung, die im wesentlichen die Gesetze erlässt.

    Patriarchat
    Männerherrschaft; Bezeichnung für die herrschende Stellung des Mannes im Familienverband und in der Gesellschaft.

    Pazifismus
    absolute Kriegsgegnerschaft aus ethischen und praktischen Überlegungen.

    Pestizide
    sind chemische Stoffe, die - oft übermäßig - zum Pflanzenschutz und zur Insektenbekämpfung angewendet werden. Durch den Nahrungskreislauf und über das Grundwasser gelangen diese giftigen Stoffe auch zu den Tieren und Menschen. Akute (plötzlich auftretende) Wirkungen auf Organismen sind gut untersucht, große Wissensmängel gibt es bei den chronischen (Langzeit-)Wirkungen.

    Politik
    im weiteren Sinne: alles Handeln, das auf Gemeinschaftsgestaltung abzielt;
    im engeren Sinne: Staatskunst;
    Zu den Grundelementen der Politik gehören die Macht, Gestaltungskraft und eigentlich auch das Bestreben nach Werteverwirklichung (v.a. Gerechtigkeit, Freiheit, Frieden).

    Privatisierung
    Verkauf von Staatseigentum (öffentliches Eigentum, das eigentlich jeder/m StaatsbürgerIn gehört) an Privatpersonen oder Konzerne, zum Beispiel Verkauf von Wäldern, Wasserquellen, Kanalsystemen u.ä.

    Propaganda
    Beeinflussung der öffentlichen Meinung durch Wort (Rede, Vortrag, Predigt, Bühne, Rundfunk), Schrift (Presse, Flugblatt, Broschüre, Buch, Gedicht), Bild (Plakat, Film, Fernsehen), Musik (Lied, Marsch, Signal), Sinnbild (Abzeichen, Uniform) u.ä. Geworben wird mit einfachen, eingängigen Mitteln.

    Protest
    eine öffentliche Reaktion auf bestimmte Ereignisse oder Situationen.
    Ursprünglich als Bekräftigung und Unterstützung von etwas, heute normalerweise als Ausdruck des Widerstands, der Weigerung und Gegnerschaft gebraucht. Protestierende suchen mit dem Protest öffentlich und machtvoll, Einfluss auf die öffentliche Meinung oder die herrschende Politik zu nehmen, oder versuchen, in direkter Aktion Veränderungen selbst zu erzielen.
    Wo die staatliche Politik, wirtschaftliche Umstände, religiöse Institutionen, soziale Strukturen oder Massenmedien als Monopole die freie Meinungsäußerung einschränken, bewirken sie Unzufriedenheit und Opposition, die anwachsen und sich in unterschiedlichen Formen entladen kann.


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    R

    Rationalisierung
    zielt auf Effizienzsteigerung durch bessere Nutzung vorhandener Möglichkeiten ab: Ein gleicher Effekt soll mit weniger Mitteln oder mit gleichen Mitteln ein besserer Effekt erzielt werden. In der Industrie wird damit häufig die Ersetzung menschlicher Arbeitskraft durch Maschinen bezeichnet.

    Repression
    (lat: reprimere: zurück drängen) wird benutzt für Unterdrückung, Hemmung, Zurückdrängung. Repression geht von den Herrschenden aus und wird von den anderen als ungerecht empfunden. Sie ruft sehr oft Protest hervor.

    Ressource
    Als Ressourcen werden die Gesamtheit der vorhandenen Hilfsmittel (Geldmittel, Rohstoffe, Boden, Energie, übrige Hilfsmittel) und Personen bezeichnet, die vorhanden sind um eine bestimmte Aufgabe zu lösen.


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    S

    Schuldenerlass
    Als ein Ziel der 'millenium development goals' (Milleniumsziele) sollen armen, hochverschuldeten Ländern Auslandsschulden als Mittel zur Armutsbekämpfung erlassen werden. Die Verantwortung für das heute untragbar hohe Schuldenniveau vieler Länder des Südens liegt nicht nur bei den Schuldnern, sondern bei Schuldnern und Gläubigern. Deshalb müssen beide Seiten entsprechend ihrer Leistungsfähigkeit dazu beitragen, dass die Zahlungsfähigkeit wieder hergestellt wird.

    Schwellenländer
    eine Gruppe von Staaten, die nicht länger zu den Entwicklungsländern gezählt werden. Sie sind auf dem Wege zur Industrialisierung, indem ein weitgehender Umbau der Wirtschaftsstrukturen von Agrarwirtschaft zur Industrialisierung erfolgt. Das Land ist üblicherweise geprägt durch starke Gegensätze zwischen Arm und Reich. Die sozialen Entwicklungsindikatoren (Anzeiger, Messinstrument) wie Alphabetisierungsrate, Säuglingssterblichkeit, Lebenserwartung, Entwicklung der Zivilgesellschaft zeigen, dass die soziale Entwicklung dabei oft hinter der wirtschaftlichen Entwicklung herhinkt. Als Schwellenländer werden derzeit China, die Staaten des ehemaligen Ostblocks, Brasilien sowie einige weitere südamerikanische Staaten eingestuft. Als Schwellenländer gelten weiters die Republik Südafrika, Mexiko, Malaysia, Brasilien, Singapur, Südkorea.

    Sklaverei
    Sklave ist ein Mensch, der seiner persönlichen Freiheit beraubt ist, als Sache behandelt wird und als solche im Eigentum eines anderen steht. Wichtiges Merkmal ist das Festhalten der Person gegen ihren Willen, mittels (physischer, psychischer oder institutioneller) Gewalt, zum Zweck der wirtschaftlichen Ausbeutung. Offiziell ist die Sklaverei heute in allen Staaten der Welt abgeschafft. Dennoch finden sich immer noch viele Menschen in einer derartigen Abhängigkeit.

    Skrupel
    Bedenken, hemmender Zweifel

    skrupellos
    ohne Bedenken oder Zweifel eigenen Einstellungen und/oder Handlungen gegenüber.

    Solidarität
    wechselbezogene Verbundenheit und Mitverantwortung der Mitglieder einer Gruppe oder einer Gemeinschaft.

    Souveränität
    rechtliche Unabhängigkeit des Staates von anderen Staaten

    Steuern
    (althochdeutsch stiura: Unterstützung) sind Abgaben, die der Staat oder ein anderer Träger von Hoheitsgewalt (etwa Religionsgemeinschaften) unabhängig von konkreten Gegenleistungen von allen BürgerInnen einhebt. Mit Steuern verschafft sich der Staat die Möglichkeit, die gesetzlichen Aufgaben zu erfüllen.


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    T

    Transfer

    1. Vereinswechsel von Berufs-SportlerInnen
    2. Verschiebung (z.B. von Geld mittels Banken)

    Trikontländer
    bezeichnen Länder in den drei Kontintenten Süd-Amerika, Afrika und Asien siehe Entwicklungsländer


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    U

    UNO / Vereinte Nationen (United Nations Organization)
    Diese Vereinigung wurde am 26.6.1945 auf der internationalen Konferenz von San Francisco von 51 Staaten auf Grund der Beschlüsse vorangegangener Konferenzen gegründet. Sie hat eine eigene Charta und folgende Ziele: Erhaltung des Weltfriedens durch Förderung internationaler Zusammenarbeit, schiedsgerichtliche Beilegung von Streitigkeiten unter den Mitgliedstaaten, kulturelle Zusammenarbeit, Schutz der Menschenrechte auf der ganzen Welt, gemeinsame Maßnahmen gegen Friedensbruch und Friedensbedrohung. Sie wendet sich auch gegen jede Diskriminierung aus rassischen oder religiösen Gründen. Sitz der UN ist New York. Die UN hatten im Jahr 2002 191 Mitgliedstaaten (1974: 138).


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    V

    Versteppung
    durch die Tätigkeit des wirtschaftenden Menschen (Rodung, Anbau von Monokulturen, falsche Bodenbearbeitungsweisen) und deren Folgen (Grundwassersenkung, Klimaänderung) verursachte bzw. beschleunigte Verwandlung des Waldes in eine 'Kultursteppe'.

    Veto
    Einspruch bei Abstimmungen

    Volkswirtschaft
    die Gesamtheit aller in einem Wirtschaftsraum (üblicherweise der Staat oder ein Staatenverbund, wie die EU) verbundenen und gegenseitig abhängigen Akteure (Haushalte und Unternehmen oder Konsumenten und Produzenten), die Summe aller Wirtschaftseinheiten.


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    W

    Weltbank
    wurde 1944 zusammen mit dem IWF auf der Konferenz von Bretton Woods (USA) gegründet und widmete sich ursprünglich vor allem dem Aufbau des zerstörten Europas. Die Weltbank ist wie eine Aktiengesellschaft aufgebaut, in der die USA als einziges Land einen so großen Teil besitzen (und damit über Mitbestimmungsrechte verfügen), dass sie als einziges Land alleine ein Veto einlegen kann. Der Stimmenanteil liegt bei ca. 16%.
    Die Weltbank versucht, gemeinsam mit dem IWF, Entwicklungsländer mit Krediten zu unterstützen und aufzubauen. Allerdings wird dabei stets nach neoliberalem Prinzip ('schlanker' Staat, Freier Markt) vorgegangen, was auch immer wieder zu schweren Krisen führt (z.B. in Argentinien 2002).

    Welthandel
    heißt, dass ein immer größerer Anteil der weltweit hergestellten Waren und Dienstleistungen exportiert wird. In Summe macht der Welthandel momentan 6 Billionen US-Dollar pro Jahr aus.
    Um die Hintergründe und Rahmenbedingungen des Welthandels einschätzen zu können, ist es wichtig, die Akteure, die unterschiedlichen Interessen und wirtschaftlichen (Größen-)Verhältnisse der Marktwirtschaft näher zu betrachten.
    Zur Konzeption und Verhandlung von Regelungen auf globaler Ebene hat jedoch nur eine beschränkte Anzahl von Akteuren Zugang (diese haben meist einen institutionalisierten Zugang zur Macht in Form von Industrie-Lobby Gruppen, ausreichend groß besetzten Handelsdelegationen und/oder diplomatischen Corps).
    Besonders im Rahmen von WTO-Agenden und Verhandlungen wird dem Verhältnis zwischen liberaler Markwirtschaft und Menschenrechten bzw. Demokratie so gut wie kein Stellenwert eingeräumt.
    Ähnlich wie in internationalen Finanzinstiutionen (Währungsfonds, Weltbank etc) ist auch bei Welthandel wichtig, jene politischen, kulturellen und sozialen Institutionen zu kennen, die die Rahmenbedingungen setzen und damit bestimmen, zu wessen Gunsten und Ungunsten Wirtschaftsregeln eingesetzt werden.

    Welthandelsorganisation (World Trade Organization - WTO)
    Die WTO ist eine nicht demokratisch gewählte internationale Vereinigung, deren wichtigste Aufgabe die fortschreitende Liberalisierung der Weltwirtschaft ist. Sie wurde 1995 als übernationale Körperschaft mit Sitz in Genf gegründet und hat derzeit 144 Mitgliedsstaaten und 30 Kandidaten.
    Ziel der WTO ist die Verringerung und letztendliche Abschaffung von Zöllen und anderen Handelsbeschränkungen zwischen den Mitgliedsstaaten, um einen grenzenlosen Welthandel zu ermöglichen.
    Die Hauptvertragswerke der WTO sind:

    1. Allgemeines Zoll- und Handelsabkommen (GATT - General Agreement on Tariffs and Trade)
    2. Abkommen über den Handel mit Dienstleistungen (GATS - General Agreement on Trade in Services), davon sind öffentliche Dienstleistungen wie Bildung (Schulen, Universitäten), Gesundheit (Spitäler, Ambulanzen), Wasserver- und entsorgung und öffentlicher Verkehr nicht eindeutig ausgenommen.
    3. Abkommen über die handelsbezogenen Aspekte der Rechte des geistigen Eigentums (TRIPS - Agreement on Trade related aspects of intellectual property rights)
    4. WTO-Landwirtschaftsabkommen (AOA - Agreement on Agriculture)
    Die unbezahlte Arbeit, die vor allem Frauen leisten (beispielsweise als Haushälterinnen, Erzieherinnen von Kindern, Pflegerinnen von Kranken und Alten) werden von der WTO nicht berücksichtigt und wirken sich insbesondere auf Frauen nachteilig aus.

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    Z

    Zensur
    beabsichtigt die Beeinflussung (Manipulation) der Öffentlichkeit und dient der Verbreitung von Doktrin. Sie geschieht, indem der Inhalt und die Verbreitung von Information (Zeitungen, Bücher, Film, Fernsehen, Rundfunk und Theater) überwacht und zumeist vor der geplanten Verbreitung beschlagnahmt wird. Im weiteren Sinne erfolgt Zensur dadurch, dass über ein Geschehnis nicht berichtet wird und es somit von der öffentlichen Wahrnehmung ausgeblendet bleibt.

    Zivilbevölkerung
    sind alle Personen, die nicht den bewaffneten Streitkräften angehören, insbesondere die nichtmilitärische Bevölkerung eines Landes.


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    Wikipedia
    ist eine Enzyklopädie (Nachschlagewerk) in mehr als 100 Sprachen, die von Freiwilligen in der ganzen Welt aufgebaut wird. Ihre Inhalte dürfen frei kopiert und verbreitet werden. JedeR kann sein/ihr Wissen einbringen - die ersten Schritte sind ganz einfach!


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